Telefon-Horror für Wiener Patientin: Obwohl lange Wartezeiten beim Arzt oder im Krankenhaus mittlerweile Programm sind, brachte eine einfache Terminvereinbarung eine Frau am Mittwoch nervlich ans Ende. Zwei Stunden musste sie in der telefonischen Warteschleife ausharren.
Wegen eines Bandscheibenvorfalls braucht die Wienerin einen Kontrolltermin in der Neurochirurgie-Ambulanz der Klinik Landstraße. "Am Anfang waren acht Leute vor mir in der Warteschleife", erzählt sie gegenüber "Heute". Nach etwas mehr als einer Stunde war nur noch eine Person vor ihr gereiht, dennoch kam sie nicht durch.
Nach zwei Stunden wurde der Anruf automatisch beendet – durch die Zwangstrennung vom Netzbetreiber, wie es bei den meisten Handys üblich ist. Das Problem der Frau: die Terminvergabe erfolgt immer nur von 12 bis 14 Uhr, daher konnte sie nicht nochmal anrufen.
"Das Personal kann nichts dafür", sagt die Wienerin, die selbst in der Pflege arbeitet. Aber: "Überall dort, wo es dringend notwendig wäre, fehlt es an Personal." Sie hofft aber auf Verbesserungen, denn solche Wartezeiten seien für sie nicht mehr normal. "Ich denke nicht, dass ich die einzige mit so einem Problem bin."
Auf Anfrage von "Heute" reagiert der Wiener Gesundheitsverbund. Im Zuge des Falles sei aufgefallen, dass auf der Webseite der Neurochirurgie-Ambulanz der Hinweis auf die Gesundheitsnummer 1450 fehlt. Dort könne man nämlich auch anrufen und Termine vereinbaren.
"Wir haben das auf unserer Webseite aktualisieren, denn der Andrang ist zeitweise sehr hoch", heißt es. Der Betroffenen hat man einen Rückruf angeboten, um diesen konkreten Fall zu lösen.