Brisante Staatsschutz-Zahlen

+117 % – drastischer Anstieg bei islamistischen Taten

Die Zahl islamistisch motivierter Taten in Österreich steigt an. Besonders in Wien-Favoriten ist die Entwicklung auffällig – "Heute" hat die Zahlen.
24.10.2026, 12:56
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Österreichs Sicherheitsbehörden stehen vor wachsenden Herausforderungen. Islamismus, steigender Antisemitismus sowie die anhaltende Spionagegefahr durch ausländische Akteure.

Besonders die Entwicklung islamistisch motivierter Tathandlungen sorgt für Aufmerksamkeit. Wie aus aktuellen Zahlen der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) hervorgeht, ist die Zahl der islamistisch beziehungsweise dschihadistisch motivierten Tathandlungen deutlich gestiegen.

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Negativer Trend setzt sich fort

Das Schreiben des Verfassungsschutzes zeigt einen deutlichen Anstieg: Wurden 2024 österreichweit noch 215 islamistisch beziehungsweise dschihadistisch motivierte Tathandlungen registriert, waren es 2025 bereits 306 – ein Plus von 42,3 Prozent! Mehr als ein Drittel (37,9 Prozent) aller registrierten Tathandlungen entfiel dabei auf Wien.

Auffällig ist zudem die hohe Radikalisierungsrate von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Österreichweit waren 85 der 272 Tatverdächtigen im Jahr 2025 Jugendliche. Das entspricht 31,3 %. Gleichzeitig verlagert sich Radikalisierung zunehmend in den digitalen Raum: 172 von 306 Tathandlungen (56,2 %) standen 2025 im Zusammenhang mit dem Internet.

+116,7 % in Favoriten

Wie aus den DSN-Daten hervorgeht, ist der Anstieg vor allem in Wien-Favoriten deutlich: Wurden 2024 noch sechs islamistisch bzw. dschihadistisch motivierte Tathandlungen registriert, waren es 2025 bereits 13. Damit hat sich die Zahl innerhalb nur eines Jahres mehr als verdoppelt – ein Plus von 116,7 Prozent!

Islam-Resolution "nichts bezirksspezifisch"

Dementsprechend hat die ÖVP Wien-Favoriten für die Bezirksvertretung einen Resolutionsantrag mit dem Titel "Klare Haltung gegen politischen Islam und islamistischen Extremismus" eingebracht. Darin forderte man die Bezirksvertretung dazu auf, sich klar gegen Strömungen auszusprechen, die religiöse Regeln über die demokratische Rechtsordnung stellen, Grundrechte einschränken oder die Gleichberechtigung infrage stellen.

Brisant: Die ÖVP-Resolution wurde nicht einmal zur Behandlung zugelassen. Der Antrag sei "nicht bezirksspezifisch", hieß es in der Begründung. Damit gab es weder eine Diskussion noch eine Abstimmung darüber.

Raphael Steiner, Vizeklubchef der ÖVP-Favoriten, ist wegen der DSN-Zahlen alarmiert.
LUKA KOLANOVIC

ÖVP-Steiner: "Absoluter Wahnsinn"

Bezirksrat und Vizeklubchef der ÖVP Favoriten, zeigt sich im "Heute"-Gespräch empört. "Es ist ein Wahnsinn, dass unser Antrag gegen politischen Islam und islamistischen Extremismus nicht einmal zur Abstimmung gekommen ist. Wir wollten ein klares Zeichen für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Gleichberechtigung setzen. Warum traut sich die SPÖ nicht, darüber abstimmen zu lassen? Der Bezirksvorsteher darf sich bei so einem wichtigen Thema nicht aus der Verantwortung ziehen."

Steiner fordert die SPÖ dazu auf, "endlich die Augen aufzumachen". Wegen der DSN-Zahlen bräuchte es gerade jetzt eine klare Haltung gegen islamistischen Extremismus. "Statt das Thema aus der Bezirksvertretung herauszuhalten, sollten wir gemeinsam über konkrete Maßnahmen gegen Radikalisierung reden. In Wien und besonders bei uns in Favoriten", so Steiner.

nico, Akt. 24.10.2026, 12:59, 24.10.2026, 12:56
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