Flughäfen lahmgelegt

Alarm, Evakuierung – Drohnen versetzen Moskau in Panik

Drohnen-Alarm in Moskau: Alle vier großen Flughäfen wurden lahmgelegt, ein Hochhaus musste evakuiert werden. Die Angst in der Bevölkerung wächst.
23.10.2026, 22:55
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Gesperrte Flughäfen, Sirenen, explosionsartige Geräusche und ein evakuiertes Hochhaus: Für die Bevölkerung von Moskau war der Freitag mit Panik verbunden. Mehrere Drohnen aus der Ukraine steuerten auf die russische Hauptstadt zu. Als Konsequenz wurden alle vier großen Flughäfen der Stadt lahmgelegt – "Heute" berichtete.

Laut dem Bürgermeister von Moskau Sergej Sobjanin wurden elf Drohnen abgefangen. In anderen Berichten war von 155 Drohnen, die von der Ukraine in die russische Hauptstadt geschickt worden sein sollen. Dies wirkt sich natürlich auf das Sicherheitsgefühl der Bürger aus.

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Bewohner verängstigt

So sagte ein Einwohner gegenüber dem Nachrichtenportal "MSK1", dass man nun nicht einmal mehr tagsüber seine Ruhe habe. Eine Frau sprach von zitternden Händen und angespannten Nerven. Eine Situation, die wohl auch Machthaber Wladimir Putin inzwischen kennen muss. So sichteten Beobachter in der Nähe des Kremls Drohnen-Schützen und Panzir-Luftverteidigungssysteme.

Des Weiteren soll im Bereich des Geschäftszentrums "Moskau City" ein ganzes Hochhaus evakuiert worden sein. Davon berichteten Augenzeugen auf dem Telegram-Kanal "Ostoroschno, nowosti". Entsprechende Aufnahmen davon wurden verbreitet.

Laut einem Bericht der "Krone" zweifelt Militäranalyst Jan Matwejew daran, dass die russische Luftabwehr nicht alle feindlichen Flugobjekte abwehren kann, die Richtung Moskau fliegen. Würde Russland die Reserven dafür zur Verfügung haben, hätte man sie bereits eingesetzt, so der Analyst.

Selenskyj kündigte Lage bereits an

Bereits im September hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj davor gewarnt, dass der russische Luftraum durch Drohnenangriffe seines Landes unsicherer werde. Dies konnte man vor allem am größten Flughafen der Hauptstadt, Scheremetjewo, sehen. Dort wurde sogar Luftalarm ausgelöst.

Gleichzeitig stellte Selenskyj damals klar, dass die Ukraine "keine Bedrohung für die zivile Luftfahrt" sei. Putin fasste diese Äußerungen als Provokation auf und warf dem ukrainischen Staatschef "Anstiftung zum Terrorismus" vor. Für mögliche "Tragödien" kündigte der Kreml-Chef eine Antwort an.

red, 23.10.2026, 22:55