Durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine kam es rund um das Atomkraftwerk Tschernobyl, in dem vor 40 Jahren ein Supergau stattfand, bereits zu einer gefährlichen Situation. Am 14. Februar 2025 beschädigte eine russische Drohne die Schutzhülle des havarierten Reaktors. Nun herrscht erneut Alarm.
Am Donnerstag kam es zu einem Drohnenabsturz in der Sperrzone. Nahe dem ukrainischen AKW brach in weiterer Folge ein Waldbrand aus – rund 1.100 Hektar seien betroffen, berichtet der "ORF" unter Berufung auf örtliche Behörden. Die Einsatzkräfte hätten mit starkem Wind zu kämpfen, dieser erschwere die Löscharbeiten.
Das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz warnt davor, dass durch das Feuer radioaktive Stoffe freigesetzt werden können. Diese würden mit dem Rauch aufsteigen und so durch die Luftströmung verbreitet werden. Vergleichbar mit der Atomkatastrophe von 1986 sei dies glücklicherweise nicht.
Trotzdem können den Angaben zufolge bei großen Waldbränden radioaktive Stoffe in der Luft auch außerhalb der Sperrzone nachgewiesen werden. Die örtlichen Behörden geben jedenfalls vorerst Entwarnung. Die radioaktiven Strahlungswerte lägen "innerhalb der normalen Grenzen". Zur Herkunft der Drohne wurden keine Angaben gemacht.