Direkt über der Ostsee

Alarmstimmung! NATO-Jets fangen Russen-Flieger ab

Kampfjets mehrerer NATO-Staaten sind über der Ostsee aufgestiegen, um russische Bomber und Begleitjäger abzufangen. Die Lage bleibt angespannt.
Newsdesk Heute
22.04.2026, 11:26
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Am Montag kam es über der Ostsee zu einem groß angelegten Einsatz der NATO-Luftstreitkräfte. Mehrere russische Militärflugzeuge – darunter strategische Bomber und Kampfjets – wurden von Jets des Bündnisses abgefangen und begleitet.

Zum Einsatz kamen unter anderem französische Rafale-Kampfflugzeuge, die von einem Stützpunkt in Litauen gestartet waren. Unterstützt wurden sie von weiteren Maschinen aus Schweden, Finnland, Polen, Dänemark und Rumänien. Die Jets waren mit Luft-Luft-Raketen ausgerüstet und sollten die russischen Flugbewegungen identifizieren und überwachen.

Große russische Formation in der Luft

Laut Angaben umfasste die russische Mission zwei Überschallbomber vom Typ Tu-22M3 sowie rund zehn Kampfjets der Typen Su-30 und Su-35. Diese eskortierten die Bomber abwechselnd während ihres Fluges über der Ostsee.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte, der Einsatz sei planmäßig verlaufen und habe ausschließlich im internationalen Luftraum über neutralen Gewässern stattgefunden. Der Flug habe mehr als vier Stunden gedauert. Man halte sich strikt an die internationalen Regeln, so Moskau.

NATO: "Routinemäßiger Einsatz"

Die NATO betonte, dass es sich um einen routinemäßigen Einsatz im Rahmen der sogenannten Air-Policing-Mission gehandelt habe. Diese dient seit dem NATO-Beitritt der baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland im Jahr 2004 der Überwachung des Luftraums in der Region.

Dennoch sind solche Einsätze brisant: Russische Flugzeuge fliegen laut NATO häufig ohne Transponder, ohne Funkkontakt mit der Flugsicherung und ohne eingereichten Flugplan. In solchen Fällen steigen NATO-Jets auf, um die Maschinen visuell zu identifizieren.

Immer mehr Zwischenfälle

Zwischen dem 13. und 19. April allein mussten NATO-Flugzeuge laut litauischem Verteidigungsministerium viermal ausrücken, um russische Maschinen abzufangen, die gegen Flugregeln verstoßen hatten.

Viele dieser Flüge stehen im Zusammenhang mit der russischen Exklave Kaliningrad, die zwischen Polen und Litauen liegt. Bereits vor dem Ukraine-Krieg fing die NATO jährlich rund 300 russische Flugzeuge ab oder begleitete sie – meist über Nordeuropa.

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