Schiff "schwer beschädigt"

Trotz Durchfahrt-Erlaubnis: Iran feuert auf Frachter

Ein Containerschiff ist vor der Küste Omans unter Beschuss geraten. Die iranische Revolutionsgarde soll ohne Vorwarnung auf das Schiff gefeuert haben.
Newsdesk Heute
22.04.2026, 10:18
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Nach einem neuen Zwischenfall im Persischen Golf spitzt sich die Lage rund um die wichtige Schifffahrtsroute weiter zu. Vor der Küste des Omans ist ein Containerschiff unter Beschuss geraten.

Wie die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) am Mittwoch mitteilte, wurde das Schiff Ziel eines Angriffs durch iranische Kräfte. "Das Schiff wurde ohne vorherige Funkwarnung von einem Kanonenboot der Streitkräfte der iranischen Revolutionsgarden" beschossen, hieß es. Dabei erlitt das Schiff "schwere Schäden", die Besatzung blieb jedoch "unversehrt".

Schiff hatte Erlaubnis für Durchfahrt

Der Angriff ereignete sich laut UKMTO etwa 15 Seemeilen nordöstlich der omanischen Küste. Nach Angaben der Sicherheitsfirma Vanguard Tech fährt das betroffene Schiff unter liberianischer Flagge und hatte zuvor die Genehmigung zur Durchfahrt durch die Straße von Hormus erhalten. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim stellte den Vorfall hingegen anders dar und berichtete, das Schiff habe "Warnungen der iranischen Streitkräfte ignoriert".

Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Routen für den globalen Ölhandel. Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar wird die Meerenge laut Berichten weitgehend von Teheran blockiert. Im Gegenzug haben die USA eine Blockade iranischer Häfen verhängt.

Bereits am vergangenen Samstag war es in der Region zu einem ähnlichen Vorfall gekommen: Laut UKMTO hatten die Revolutionsgarden damals mindestens einen Öltanker beschossen. Der aktuelle Angriff folgt nur einen Tag nachdem US-Präsident Donald Trump eine Feuerpause im Iran-Krieg vorläufig verlängert hatte.

Die Spannungen bleiben hoch. Die iranische Militärführung hatte die US-Maßnahmen zuletzt scharf kritisiert und mit weiteren Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus gedroht. Verhandlungen über ein mögliches Ende des Konflikts waren vor rund eineinhalb Wochen ohne Ergebnis geblieben. Beide Seiten werfen sich seither Verstöße gegen die seit 8. April geltende Feuerpause vor – auch die Blockade der wichtigen Meerenge ist weiterhin ein zentraler Streitpunkt.

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