Seit Freitag, 8. Mai, gilt im und rund um den Westbahnhof ein Alkoholverbot. Auch eine U6-Station weiter – bei der Gumpendorfer Straße – wurde rund um den Fritz-Imhoff-Park eine Schutzzone errichtet.
Von Freitag, 10 Uhr, bis Samstag, 2 Uhr früh, führte die Polizei gemeinsam mit der Gruppe Sofortmaßnahmen eine Schwerpunkt-Aktion in beiden Zonen durch. Während die Schutzzone rund um den Fritz-Imhoff-Park überwiegend eingehalten wurde (nur zwei Anzeigen), gab es aufgrund der Alkoholverbotszone am Westbahnhof 41 Anzeigen – trotz vorheriger Aufklärung durch Beamte.
Der Rest der insgesamt 58 Anzeigen betraf sonstige Verstöße gegen das Verwaltungsrecht sowie das Fremdenpolizei-Gesetz (hier gab es auch sieben Festnahmen nach fremdenrechtlichen Bestimmungen). Zudem wurden 15 Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz erstattet und 21 Sicherstellungen von Drogen vorgenommen. Insgesamt wurden 288 Identitätsfeststellungen durchgeführt.
Auch im Straßenverkehr wurde kontrolliert: Die Polizei stellte 62 Verkehrsdelikte fest, darunter Geschwindigkeitsüberschreitungen und Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung – 20 Organmandate wurden ausgestellt und 45 Alkovortests vorgenommen.
Die Gruppe Sofortmaßnahmen überprüfte außerdem 92 Betriebe. Dabei wurden unter anderem Anzeigen wegen Verstößen gegen die Gewerbeordnung (15 Anzeigen), das Preisauszeichnungsgesetz (25 Anzeigen) und das Gebrauchsabgabegesetz (elf Anzeigen) erstattet. Die Waste Watcher stellten zudem 14 Organmandate aus, Mitarbeiter der Wiener Linien meldeten 112 Beanstandungen.
"Die Schwerpunktaktion 'Sicheres Wien' bündelt die Kräfte der Stadt und der Wiener Polizei, um in besonders sensiblen Bereichen nachhaltig für Ordnung zu sorgen. Diese Partnerschaft ist kein Lippenbekenntnis, sondern gelebte Sicherheitspolitik auf der Straße. Wien bleibt sicher, weil wir gemeinsam Verantwortung übernehmen", betont Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen, in einer Polizei-Aussendung.
Im Einsatz standen Beamte mehrerer Stadtpolizeikommanden, des Landeskriminalamtes, der Bereitschaftseinheit, der Diensthundeeinheit sowie der Fremdenpolizei. Im Fokus stand zunächst die Aufklärung über die neuen Regeln. Die Einsatzkräfte suchten gezielt das Gespräch mit Passanten und informierten über die neuen Schutzzonen und Alkoholverbote.
"Mit gezielten Schwerpunktaktionen schaffen wir die Grundlage, um Gewalttaten vorzubeugen, problematischen Entwicklungen konsequent entgegenzutreten und das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung spürbar zu erhöhen. Gleichzeitig ermöglichen diese Maßnahmen ein rasches und wirksames Einschreiten der Exekutive dort, wo es notwendig ist", so Landespolizei-Vizepräsident Dieter Csefan in einer Aussendung.