Im "Heute"-Gespräch

Schutzzone, Alkoholverbot – Das sagen die Bezirkschefs

Ein geplantes Alkoholverbot am Westbahnhof und eine Schutzzone am Fritz-Imhoff-Park sorgen für Debatten. Nun sprechen die Bezirksvorsteher.
Yvonne Mresch
27.04.2026, 22:50
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Drogenkonsum, Vandalismus, Alkoholmissbrauch: Die Situation rund um Westbahnhof und Gumpendorfer Straße sorgt für Debatten. Stadt und Polizei reagieren nun mit einem Maßnahmenpaket. Eine Alkoholverbots- und Schutzzone sollen Abhilfe schaffen – "Heute" berichtete.

Baurecht: "Wichtig für Zusammenleben"

"Wir wissen, Bahnhöfe sind Orte des Kommens und Gehens. Auch Leute, die eine Suchterkrankung haben, halten sich dort auf, weil sie einen gewissen Schutz haben. Aber es kann nicht sein, dass hier auffälliges Verhalten wie Drogenkonsum einsetzt, unter dem andere Leute, vor allem Kinder, leiden", stellt Dietmar Baurecht (SPÖ), Bezirksvorsteher aus Rudolfsheim-Fünfhaus, klar. "Ich wohne selbst im Bezirk und es ist ein Thema, es fällt auf."

Für Baurecht ist ein Alkoholverbot am Westbahnhof eine gute Maßnahme. "Es ist wichtig, dass das Zusammenleben gut funktioniert. Jeder soll sich im öffentlichen Raum aufhalten können." Vor einer Verlagerung des Problems habe er keine Sorge, man müsse eben dort ansetzen, wo die Problemzonen sind.

Lessacher: "Lebensqualität erhöhen"

Auch die Mariahilfer Bezirksvorsteherin Julia Lessacher (SPÖ) begrüßt das Maßnahmenpaket. "Die Arbeit des Jedmayer ist sehr wichtig für den Bezirk. Allerdings ist die Akzeptanz in den letzten Jahren aufgrund der Überbelastung des öffentlichen Raumes geschwunden." Werde die Lebensqualität und das subjektive Sicherheitsempfinden der Menschen vor Ort erhöht, werde es gelingen, die Akzeptanz der "so wichtigen Suchthilfe" wieder zu verbessern, ist die Bezirkschefin überzeugt. "Das ist unser zentrales Anliegen."

Seitens des Bezirks habe man mit der Nachtsperre des Fritz-Imhoff-Parks bereits Maßnahmen gesetzt – "Heute" berichtete. Gemeinsam mit den nun vorgestellten Maßnahmen werde man es schaffen, Lebensqualität zurückzubringen, ist Lessacher überzeugt. "Der öffentliche Raum ist für alle da, aber alle müssen sich auch an Regeln halten." Eine Verlegung des Suchthilfezentrums sieht die Bezirksvorsteherin als nicht zielführend: "Wir brauchen die wichtige Arbeit vor Ort, die hier geleistet wird. Die Personen im öffentlichen Raum sind kaum Klienten." Zentral sei es, den Handel einzudämmen.

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