Stadt greift durch

Strafen drohen – hier verbietet Wien jetzt Alkohol

Stadt und Polizei setzen neue Maßnahmen rund um Westbahnhof und Gumpendorfer Straße. Alkoholverbots- bzw. Schutzzone sollen für Sicherheit sorgen.
Wien Heute
27.04.2026, 12:00
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Die Lage rund um den Westbahnhof und die U6-Station Gumpendorfer Straße sorgt schon länger für Diskussionen. Jetzt reagieren Stadt und Polizei mit einem umfassenden Maßnahmenpaket. Es beinhaltet eine neue Alkoholverbots- sowie eine neue Schutzzone. Beide Zonen treten mit 8. Mai in Kraft.

Ludwig will "respektvolles Miteinander" stärken

Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) betonte am Montag die enge Zusammenarbeit: zwischen der Stadt Wien und der Wiener Polizei "Dieses Maßnahmenpaket ist das Ergebnis einer guten und konsequenten Zusammenarbeit zwischen der Stadt Wien und der Wiener Polizei. Genau diese partnerschaftliche Kooperation ist der Schlüssel: Wir bündeln unsere Kräfte, stimmen uns laufend ab und handeln gemeinsam im Interesse der Wienerinnen und Wiener."

Ludwig ist überzeugt: "Sicherheit entsteht dort, wo alle an einem Strang ziehen. So sichern wir nicht nur die Lebensqualität im öffentlichen Raum, sondern stärken auch das, was Wien ausmacht: das respektvolle Miteinander in unserer Stadt."

Schutzzone für Fritz-Imhoff-Park

Konkret wird rund um den Fritz-Imhoff-Park eine Schutzzone eingerichtet. Ziel ist es, vor allem Minderjährige besser zu schützen und den Drogenhandel im Bereich der U-Bahn nachhaltig einzudämmen.

Alkoholverbot rund um den Westbahnhof

Auch am Westbahnhof selbst greift die Stadt durch: Eine Alkoholverbotszone soll für mehr Ruhe sorgen. Hintergrund sind immer wieder Konflikte durch übermäßigen Konsum im stark frequentierten Bereich rund um Europaplatz und Christian-Broda-Platz.

Beim ersten Verstoß werden meist 70 Euro fällig, im Wiederholungsfall können bis zu 700 Euro verhängt werden. Alkoholische Getränke werden abgenommen und entsorgt.

Gewalttaten vorbeugen, Sicherheitsgefühl stärken

Polizeipräsident Gerhard Pürstl erklärt: "Die vorliegende Schutzzone und Alkoholverbotszone sowie die weiteren Maßnahmen sind nötig, um Gewalttaten vorzubeugen, das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken und der Polizei ein rasches und wirksames Einschreiten bei problematischen Erscheinungsbildern im öffentlichen Raum zu ermöglichen".

Öffis verstärken Sicherheitsdienst

Neben Verboten wird auch bei Sauberkeit und Infrastruktur in der U6-Station Gumpendorfer Straße (Mariahilf) nachgeschärft. Häufigere Reinigung, bessere Beleuchtung und bauliche Anpassungen sollen dunkle Ecken entschärfen. Auch die Wiener Linien verstärken ihre Präsenz mit Sicherheitsdiensten und einem eigenen Polizeicontainer.

Gleichzeitig setzt Wien auf Hilfe statt nur Kontrolle: Sozialarbeit wird ausgebaut, Suchtkranke sollen gezielter betreut und in Behandlung gebracht werden. Auch bei der Substitutionstherapie will die Stadt schneller reagieren und Missbrauch eindämmen.

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