Am Parteitag der SPÖ Wien wurden am Samstag Dutzende Anträge diskutiert. Ein heißes Eisen bleiben Verkehr, Teuerung und Klimaschutz. Die SPÖ-Bezirksorganisation Alsergrund ließ mit einem Vorschlag aufhorchen. Das Parkpickerl für Fahrzeuge solle künftig an die Öffi-Jahreskarte gekoppelt werden, so die Mandatare im Antrag A08.02 – "Für eine zeitgemäße Preispolitik im öffentlichen Verkehr".
Hintergrund ist die Debatte um die Preisanhebung für Öffi-Tickets in Wien. Die Bezirksorganisation Alsergrund fordert nun ein Umdenken. Ziel sei eine "zeitgemäße Preispolitik im öffentlichen Verkehr". Im Antrag heißt es, dass die Preisgestaltung "keine ökonomische, sondern eine hochpolitische Frage" sei.
Konkret wird vorgeschlagen, das Parkpickerl nur noch in Verbindung mit einer gültigen Öffi-Jahreskarte zu vergeben. Damit soll der Umstieg auf klimafreundliche Mobilität gefördert werden. Gleichzeitig soll der Grundpreis für das Parkpickerl auf mindestens 20 Euro pro Monat steigen und alle fünf Jahre an die Inflation angepasst werden.
Ein weiterer Antrag aus Meidling zielt speziell auf große Autos ab. Demnach sollen SUVs und größere Fahrzeuge höhere Parkgebühren zahlen. "Je größer und je mehr, desto teurer", lautet das Prinzip. Ein ähnliches Modell gibt es bereits in Paris. SUV-Besitzer sollen also mehr für's Parken bezahlen als Kleinwagen-Fahrer. Grund: Sie brauchen mehr Platz, erhöhen das Risiko im Straßenverkehr und verdrängen kleinere Fahrzeuge.
Die SPÖ-Basis fordert auch, den Preis der Öffi-Jahreskarte wieder auf 365 Euro zu senken. Auch eine ermäßigte Jahreskarte um 200 Euro sowie günstigere Einzelfahrscheine wären für sie wünschenswert. Nun wird weiter darüber diskutiert – der Gemeinderatsklub soll sich mit den Vorschlägen befassen.