Opposition schießt gegen SPÖ

"Mutlos" und "wenig Inhalt" – Attacken nach Ludwig-Rede

Nach der Rede von Bürgermeister Ludwig am SPÖ-Parteitag geht die Opposition in die Offensive. FPÖ, ÖVP und Grüne rechnen mit dem roten Kurs ab.
Hannah  Maier
25.04.2026, 17:02
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Nach der Rede von Bürgermeister Michael Ludwig am 78. Landesparteitag der SPÖ Wien hagelt es heftige Reaktionen aus der Opposition. FPÖ, ÖVP und Grüne gehen frontal auf den roten Kurs los – mit Vorwürfen von "Stillstand", "Willkommenspolitik" und "Mutlosigkeit".

FPÖ: "Schande für Wien"

Besonders scharf schoss FPÖ-Wien-Chef Dominik Nepp gegen Ludwig. Er warf der SPÖ vor, mit ihren Parteitagsanträgen die "fatale Willkommenspolitik" fortzusetzen. Kritik gab es an Forderungen wie Familiennachzug, Bleiberecht und Sozialleistungen für Nicht-Österreicher.

Nepp attackierte auch die Sicherheitslage in Wien: Die Stadt sei unsicherer geworden, gleichzeitig gebe es weniger Polizisten. Ludwig sei außerdem der "eigentliche Strippenzieher" hinter SPÖ-Chef Andreas Babler und damit mitverantwortlich für die Bundesregierung. Sein Fazit: Ein Kurswechsel sei nur mit der FPÖ möglich.

ÖVP: "Viel Bühne, wenig Inhalt"

Auch die Wiener Volkspartei sparte nicht mit Kritik. Landesparteiobmann Markus Figl sprach von einer großen Inszenierung ohne echte Lösungen. Der Parteitag stehe zwar unter dem Motto Zukunft, tatsächlich herrsche aber Stillstand.

Die ÖVP ortet Versäumnisse bei Arbeitsmarkt, Bürokratie und Wettbewerbsfähigkeit. Besonders im Bildungsbereich fehle es an Konsequenz – etwa bei Deutschkenntnissen von Schulanfängern oder beim Fördermissbrauch in Kindergärten. Auch Ludwigs Nein zur Sonntagsöffnung sei Ausdruck fehlenden Reformwillens.

Grüne: "Mutlos und ohne sozialen Kompass"

Die Wiener Grünen sehen die SPÖ ebenfalls auf dem falschen Weg. Parteichefin Judith Pühringer warf den Sozialdemokraten vor, das Erbe des leistbaren Wiens zu verspielen. Steigende Wohn- und Energiekosten sowie Kürzungen im Sozialbereich würden die Menschen massiv belasten.

Peter Kraus kritisierte zudem Milliardenprojekte im Straßenbau, während bei Schulen, Wohnungen und Öffi-Ausbau gespart werde. Der SPÖ fehle der Mut für soziale und klimagerechte Politik.

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