Beim 78. Parteitag der SPÖ Wien bringt die Junge Generation Wien (JG) einen Antrag für mehr Gesundheitsschutz im öffentlichen Raum ein. Konkret fordert sie ein flächendeckendes Rauchverbot an allen Bus- und Straßenbahnhaltestellen in der Stadt.
Begründet wird der Vorstoß mit dem Schutz von Fahrgästen, die täglich an Haltestellen warten – darunter ältere Menschen, Schwangere oder Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Diese seien oft ungewollt dem gesundheitsschädlichen Tabakrauch ausgesetzt. Gerade weil solche Beeinträchtigungen nicht immer sichtbar seien, reiche freiwillige Rücksichtnahme nicht aus, so die JG.
Awareness-Kampagnen allein seien zu wenig, heißt es im Antrag. Nur klare gesetzliche Regeln könnten sicherstellen, dass alle gleichermaßen geschützt sind. Die Initiative verweist dabei auch auf bestehende Rauchverbote in Lokalen, die gezeigt hätten, dass Gesundheitsschutz nur mit verbindlichen Vorgaben funktioniere.
Konkret fordern die jungen Sozialdemokrat:innen, dass sich SPÖ-Abgeordnete im Wiener Gemeinderat für ein Rauchverbot an allen Haltestellen einsetzen. Die Wiener Linien sollen zudem gut sichtbare "rauchfrei"-Hinweise anbringen. Ergänzend wird ein Mindestabstand von fünf Metern zum Wartebereich vorgeschlagen sowie Kontrollen durch Sicherheitsdienste.