Lebenslanges Mobbing

Alle spotten über ihren Namen – ändern? Niemals!

Jahrelang wurde sie wegen ihres Namens verspottet. Sogar eine Lehrerin machte mit. Heute ist sie stolz auf ihn.
Newsdesk Heute
18.08.2026, 23:00
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Für Yashita Banymadhub war der eigene Name jahrelang mit Scham verbunden. Schon in der Schule wurde die heute als Journalistin tätige Frau wegen ihres Vornamens verspottet. Die rassistischen Hänseleien gingen so weit, dass sie als Teenager darüber nachdachte, ihren Namen zu ändern.

Banymadhub stammt aus Mauritius und kam noch vor ihrem zehnten Geburtstag nach Großbritannien. Zu Hause wurde sie Neerma genannt, in der Schule verwendete sie ihren offiziellen Vornamen Yashita. Schon bald merkte sie, dass viele Menschen Neerma nicht aussprechen konnten oder es gar nicht erst versuchten. Also verzichtete sie auf den Namen, mit dem sie sich eigentlich besonders verbunden fühlte.

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Lehrerin machte mit

Doch auch Yashita wurde für sie zum Problem. Mitschüler verdrehten ihren Namen zu Beleidigungen und sangen Spottlieder über sie. Der Grund: Im Namen steckt das Wort "shit", also Englisch für "Scheiße". Die Attacken passierten zwar nicht täglich, hinterließen bei der Schülerin aber tiefe Spuren.

Besonders schlimm: Auch eine Lehrerin machte sich über ihren Namen lustig. Beim Aufrufen der Schüler sprach sie Yashita absichtlich falsch und beleidigend aus und lachte dabei. Die Klasse stimmte mit ein.

"Selbsthass und Scham brannten in mir", erinnert sich Banymadhub. Die Situation wiederholte sich regelmäßig. Sie begann schließlich, den Sportunterricht zu meiden und suchte immer wieder Zuflucht im Krankenzimmer.

Mit 14 Jahren hatte sie genug. Nach einem tränenreichen und wütenden Gespräch mit ihrer Mutter stand sogar eine offizielle Namensänderung im Raum. Einen neuen Namen hatte sie noch nicht ausgesucht. Sie wusste nur, dass sie nicht länger Yashita heißen wollte.

Ändern? Niemals!

Am Ende entschied sie sich dagegen. Der Grund: Sie wollte den rassistischen Mobbern nicht das Gefühl geben, gewonnen zu haben. Als sie später an die Universität kam, verkürzte sie ihren Namen allerdings auf Yashi. Unter diesem Namen arbeitet sie bis heute als Journalistin.

Auch als Erwachsene erlebt sie immer wieder abfällige Bemerkungen. Ein Mitarbeiter bezeichnete ihren Nachnamen Banymadhub einmal als "interessante Ansammlung von Buchstaben". Heute würde sie darauf anders reagieren. Der Name ihrer Familie stehe für ihre Großeltern und Urgroßeltern und deren Geschichte, erklärt sie.

Inzwischen sieht Banymadhub nicht mehr ihren Namen als Problem, sondern jene Menschen, die sich darüber lustig machen. Der Weg dorthin sei allerdings lang gewesen und habe auch Therapie benötigt.

Ganz verschwunden sind die Folgen der Schulzeit nicht. In großen Gruppen fühlt sie sich nach eigenen Angaben noch immer unwohl. Besonders die Angst, andere könnten über sie lachen, begleitet sie bis heute.

Ihren Namen ändern will Banymadhub heute keinesfalls mehr. Im Gegenteil: "Ich liebe ihn", sagt sie. Aus dem Namen, für den sie sich einst schämte, wurde für sie ein Zeichen des Stolzes auf ihre Herkunft.

{title && {title} } red, {title && {title} } 18.08.2026, 23:00