Hoffnung aus der Teetasse?

Allergie – Dieses Getränk könnte das Niesen lindern

Während die Natur aufblüht, kämpfen viele mit Heuschnupfen. Doch ausgerechnet Matcha aus Japan könnte bald für weniger Niesen sorgen.
Heute Life
17.04.2026, 14:51
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Mit den ersten warmen Tagen erwacht die Natur zum Leben: Bäume treiben aus, Blumen blühen, die Luft wird milder. Für viele ist das die schönste Zeit des Jahres. Für Allergiker beginnt jedoch gleichzeitig die Leidenszeit. Denn mit dem Frühling steigt auch die Pollenbelastung – und damit Symptome wie Niesen, tränende Augen oder Atemprobleme.

Auf der Suche nach Linderung greifen viele Betroffene zu Medikamenten oder Hausmitteln. Künftig könnte dabei ein überraschender Helfer ins Spiel kommen: Matcha, der intensiv grüne Pulvertee aus Japan, der vor allem in der Wellness-Szene beliebt ist.
Eine aktuelle Studie liefert erste Hinweise darauf, dass Matcha möglicherweise Allergiesymptome beeinflussen könnte – zumindest im Tierversuch.

Studie mit überraschenden Ergebnissen

Japanische Forscher untersuchten die Wirkung von Matcha-Extrakt auf Mäuse, die so verändert wurden, dass sie allergische Reaktionen ähnlich wie beim Menschen zeigten. Die Tiere erhielten über fünf Wochen hinweg regelmäßig hohe Dosen des Extrakts.
Das Ergebnis: Die Mäuse niesten deutlich weniger.

Zusätzlich wurde ihnen kurz vor dem Kontakt mit Allergenen eine weitere Dosis verabreicht – mit ebenfalls spürbarem Effekt.

Wirkung über das Nervensystem

Besonders interessant: Matcha wirkte offenbar nicht über das Immunsystem, wie klassische Allergiemedikamente. Stattdessen zeigte sich der Effekt im Nervensystem.
Konkret beeinflusste der Extrakt jene Rezeptoren im Hirnstamm, die den Niesreflex steuern. Dadurch reagierte der Körper weniger stark auf den Reiz – das Niesen wurde gewissermaßen "abgeschwächt".

Was steckt im Matcha?

Die Wirkung könnte mit den enthaltenen bioaktiven Stoffen zusammenhängen, darunter:

  • Catechine (pflanzliche Antioxidantien)
  • L-Theanin (eine beruhigend wirkende Aminosäure)

Diese Inhaltsstoffe sind bereits für ihre entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt.

Noch keine Wunderlösung

So vielversprechend die Ergebnisse auch klingen – für Menschen sind sie bislang nicht direkt übertragbar.

Denn...

  • ... die Studie wurde nur an Mäusen durchgeführt
  • ... die verabreichte Menge entsprach etwa dem Zehnfachen einer normalen Tasse Matcha
  • ... die genauen Mechanismen sind noch nicht vollständig geklärt

Matcha ist also kein Wundermittel gegen Heuschnupfen – zumindest noch nicht. Die Studie zeigt jedoch einen spannenden neuen Ansatz: Allergiesymptome könnten nicht nur über das Immunsystem, sondern auch über das Nervensystem beeinflusst werden.
Für Allergiker heißt das vorerst: Weiter auf bewährte Therapien setzen – und gespannt verfolgen, was die Forschung künftig bringt.

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