"Fühlte mich unwohl"

Schmerzen zwangen Alonso zur Aufgabe in Kanada

Rückenschmerzen zwangen Fernando Alonso in Kanada zur Aufgabe. Aston Martin prüft nun, ob die Cockpit-Position überarbeitet werden muss.
Sport Heute
03.06.2026, 19:20
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Beim Grand Prix von Kanada am vergangenen Wochenende tauchte für Aston Martin ein neues Problem auf: Fernando Alonso musste in Runde 23 von 68 das Rennen aufgeben und zwar wegen seiner Sitzposition.

Das war besonders bitter, weil Montreal insgesamt das beste Wochenende der Saison für Aston war. Alonso schaffte es ins Q2 des Sprints wenn auch nur, weil Alex Albon und Liam Lawson keine Zeit fuhren, und lag im Hauptrennen am Sonntag zeitweise unter den Top 10. Begünstigt wurde das durch ein bisserl Glück und ein paar wirklich schöne Überholmanöver. Doch wie motorsport-total.com berichtet, bekam der zweifache Formel-1-Weltmeister mit jeder Runde stärkere Rückenschmerzen. Am Ende musste er deshalb aussteigen, weil "wir dieses Problem mit dem Sitz hatten".

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Ich fühlte mich zunehmend unwohl", erklärte Alonso. "Die Position war nicht richtig, und da wir außerhalb der Punkte lagen, weit weg von der Punkteregion und ohne Regenrisiko, entschieden wir uns, den Schmerzen ein Ende zu setzen. Wir haben gestern Abend versucht, einige Dinge anzupassen, aber es hat nicht funktioniert."

Die Vorgeschichte dazu: Zwischen Samstag und Sonntag haben die Techniker gemeinsam mit Alonso versucht, den Sitz zu verändern. Es sollte geklärt werden, ob das Problem an genau dieser Sitz-Einheit lag, die aus Kohlefaser besteht und an den Fahrer angepasst wird. Stützen werden dann extra angebracht. Gebracht hat das allerdings nichts, und offenbar war der Sitz an sich nicht kaputt.

Laut dem Aston-Teamchef Mike Krack liegt die Ursache vor allem an der Cockpit-Position. Im Vergleich zu den Vorjahren wurde die noch flacher gemacht. Damit wollte man den Schwerpunkt senken und dafür sorgen, dass weniger Luft am Helm vorbeiströmt. Das sollte Turbulenzen verhindern und die Leistung verbessern.

Das Problem ist auch bei anderen Rennen schon aufgetaucht, aber nie so schlimm, dass ein Fahrer aufgeben musste. In Kanada waren die Schmerzen aber nicht mehr auszuhalten. Auf den Onboard-Aufnahmen sieht man Alonso öfter, wie er seine linke Hand vom Lenkrad nimmt und zwischen seine Beine ins Cockpit greift – sowohl auf der Geraden vor der letzten Schikane als auch vor Kurve 8.

Krack meinte dazu: "Er fühlt sich jetzt seit einiger Zeit nicht wirklich wohl, aber es war nie so, dass es ein echtes Hindernis war. Es war wie ein Druckpunkt, der Runde für Runde schlimmer wurde und ich denke, wir müssen die Sitzposition ein wenig überdenken."

"Bei diesen Autos versucht man immer, so tief wie möglich zu sitzen, und wenn man sieht, wie die Fahrer in den vergangenen Jahren gesessen haben, ist die Position immer entspannter geworden. Wir müssen das prüfen. Vielleicht sind wir einen Schritt zu weit gegangen, aber das ist etwas, das wir uns ansehen müssen."

Das Team aus Silverstone will jetzt vor dem Grand Prix von Monaco am kommenden Wochenende eine Übergangslösung finden. Laut Krack könnten aber auch größere Änderungen notwendig sein, die die Position des Fahrers im Cockpit direkt betreffen. Das lässt sich aber nicht von heute auf morgen umsetzen.

Auf die Frage, ob ein neuer Sitz das Problem lösen könnte oder ob es an dieser speziellen Einheit liegt, sagte Krack: "Nein, das glaube ich nicht. Ich denke, wir müssen die Situation grundlegend überdenken und zu dem zurückkehren, wie wir es in der Vergangenheit gemacht haben."

{title && {title} } red, {title && {title} } 03.06.2026, 19:20
Jetzt E-Paper lesen