Tierischer Westen

Sind heimische Arten bald beliebter als Tiger & Co?

Der Alpenzoo Innsbruck verzeichnet Besucherrekorde und plant neue Attraktionen, um seine Rolle als Natur- und Artenschutzzentrum weiter auszubauen.
03.03.2026, 06:22
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Den Alpenzoo in Innsbruck gibt es bereits seit 1962 und gilt als einer der höchstgelegenen Zoos Europas. Während man im Tiergarten Schönbrunn exotische Tiere von anderen Kontinenten beherbergt, wird in Innsbruck vor allem die heimische Artenvielfalt präsentiert - oder Tiere, die früher im Alpenraum daheim waren. So begeistern Murmeltier, Luchs, Wolf und Wildschweine und geben Aufschluss über die Fauna Österreichs.

„Im Mittelpunkt steht, dass man Tiere aus dem Alpenraum in möglichst naturnahen Gehegen erleben kann.“
Andre StadlerZoodirektor

Die aktuellen Besucherzahlen aus 2025, mit einem neuen Rekord für die letzten 30 Jahre (337.152 Personen), zeigen klar, dass sich Modernisierungen und neue Angebote beim Publikum wirklich auszahlen. Ein Beispiel dafür ist die neue Wildschweinanlage, die 2025 eröffnet wurde.

Der Luchs macht ein Nickerchen.
APA-Images / dpa / Angelika Warmuth

Bildung zum Artenschutz hoch im Kurs

"Das enorme Interesse freut uns sehr und bestätigt unseren Weg, den Zoo als modernes Natur- und Artenschutzzentrum weiterzuentwickeln", sagt Stadler. Besonders Familien, Schulklassen und Naturfans schätzen die Mischung aus Bildung, Artenschutz und dem beeindruckenden Ausblick auf Innsbruck.

Der sogenannte "Mauerläufer" ist ein wunderschöner Singvogel, der aber mit Vorliebe auf unzugänglichen hochalpinen Felsgebieten brütet, weshalb eine ausreichende Forschung fast unmöglich ist. Man weiß also noch sehr wenig über den lustigen Vogel und noch weniger über den genauen Bestand.
APA-Images / imageBROKER / Reinhard Hölzl

Die meisten Besucher kommen übrigens aus der Region. Nicht nur der Zoo an sich, auch Führungen, Workshops und Sonderveranstaltungen sind sehr beliebt. Mehr als die Hälfte aller Gäste stammt direkt aus der Umgebung. Das zeigt, wie wichtig der Alpenzoo für Innsbruck und wie groß das Interesse der umliegenden Bevölkerung ist.

Nachzucht und Auswilderung

Heuer stehen große Erweiterungen am Programm. Geplant sind ein neues Restaurant in der Weiherburg, eine eigene Verweilzone mit Wasserspielplatz für Kinder und ein Artenschutzpavillon. Außerdem sind mehrere Nachzuchten und Auswilderungen vorgesehen.

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