Heuer ist nicht nur das 25. Jubiläums-Jahr auf Gut Aiderbichl, sondern auch ein neuer Aufnahmerekord gezählt worden. Immerhin leben zurzeit 9.900 Tiere auf über 30 Tierschutzhöfen in ganz Europa. Auch wenn man für diese knapp 10.000 Tiere die Champagnerkorken knallen lassen darf, ist es doch traurig, dass immer mehr Schützlinge unsere Hilfe brauchen.
Insgesamt konnte Gut Aiderbichl im Jahr 2025 über 1.700 Tiere aufnehmen. Rund 47 Prozent dieser Tiere stammen aus Österreich, 34 Prozent aus Deutschland und 14 Prozent aus Rumänien. Im Jahr 2025 kamen besonders viele Tiere über behördliche Beschlagnahmungen zu Gut Aiderbichl – mehr als doppelt so viele wie im Jahr zuvor.
„Wir sind in den vergangenen 25 Jahren stark gewachsen. Das ist einerseits schön, andererseits sind wir noch nicht dort, wo wir hinmöchten. Mit den Worten des Gründers Michael Aufhauser 'Wir sind erst am Ziel, wenn wir Tiere nicht mehr schützen müssen', sind wir auf ein neues Jahr gespannt.“Dieter EhrengruberGeschäftsführer Gut Aiderbichl
Vor allem der Fall "Bad Ilburg" war für Tierretter besonders erschütternd, als 20 Mini-Spitz-Mischlinge aus Niedersachsen auf das Gut Aiderbichl Osnabrück gebracht werden mussten. Einige der Hündinnen waren trächtig, aber allesamt verwahrlost, unterernährt, dehydriert und mit verfilztem Fell, entzündeten Augen und Ohren in einem erbärmlichen Zustand. Sie ernährten sich teilweise vom Kot der Artgenossen und tranken den eigenen Urin.
Ein weiterer Fall ereignete sich in Niederösterreich und betraf zwölf stark verwahrloste Pferde, die von Gut Aiderbichl übernommen werden konnten. Die Tiere befanden sich in einem dramatischen Zustand: abgemagert, mit unbehandelten Augenentzündungen, schmerzhaften Hufproblemen und zahlreichen weiteren gesundheitlichen Beschwerden.