Schafft SPÖ wieder Absolute?

Am 25.1. schaut ganzes Land auf "Spotlight St. Pölten"

St. Pölten wählt einen neuen Gemeinderat: Amtsinhaber Matthias Stadler wird gewinnen. Einzige Frage: Kann die SPÖ weiterhin alleine regieren?
Clemens Oistric
08.01.2026, 15:35
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Es kommt nicht oft vor, dass das ganze Land auf St. Pölten schaut. In einem Jahr ohne bundesweiten Urnengang rücken freilich auch die beiden Regionalwahlen in der niederösterreichischen Landeshauptstadt und der Mur in den Fokus.

Sankt Pölten gehört zweifellos zu den unterschätztesten Städten Österreichs. Ich war seit der Musterung nicht mehr dort. Was sich in den 17 Jahren seither nicht verändert hat: Matthias Stadler und seine SPÖ regieren weiter mit absoluter Mehrheit.

Stadler kann entspannt sein

Der Amtsinhaber wird die Wahl trotz der steifen Brise, die ihm von der Babler-SPÖ aus dem Bund ins Gesicht bläst, gewinnen. Die einzige Frage: Kann die Institution Stadler (seit 2004 im Amt) weiter alleine regieren oder wünschen sich die St. Pöltner mehr Kontrolle, mehr Mitsprache für seine Mitbewerber, deren Anträge im Gemeinderat laufend niedergestimmt werden?

Die Bilanz der Roten kann sich sehen lassen: St. Pölten hat den Übergang von der Retro-Industriestadt zu einem netten, gut an der Westbahn gelegenen, Städtchen mit FH und Klangturm gut organisiert. Die Netto-Bauleistung in den letzten Jahren war beträchtlich – auch, wenn der Zuzug nicht allen schmeckt.

ÖVP-Mandatar Florian Krumböck thematisiert genau diesen, verweist auf fehlende Kindergartenplätze und die wahrlich nicht sehr einladende Innenstadt. Der Shootingstar der LH-Partei will die Roten in eine Koalition zwingen und führt einen beherzten Wahlkampf. Sein Credo: "St. Pölten braucht neue Ideen."

Blauer Rückenwind aus dem Bund

Die Blauen schicken Asyl-Landesrat Martin Antauer ins Rennen. Er setzt auf Law and Order ("Unsere Stadt, unsere Regeln") und will "aufräumen". Auf der blauen Welle surfend, kann er nur dazugewinnen (2021: 9 Prozent), wird am 26.1. aber weiter Landesrat sein und mit Udo Landbauer Anlauf Richtung Landtagswahl 2028 nehmen...

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