Absurde Arbeitswelt

Amazon-Mitarbeiter sabotieren KI-Tracking

Tech-Konzerne messen den Erfolg ihrer Mitarbeiter am KI-Verbrauch. Nun wehren sich Angestellte mit einem kuriosen Trick - auf Kosten der Umwelt.
Technik Heute
17.05.2026, 17:26
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Amazon will, dass mehr als 80 Prozent der Entwickler wöchentlich KI-Tools nutzen. Deshalb begann der Konzern Anfang des Jahres, den Verbrauch von KI-Token in internen Ranglisten zu erfassen. Doch diese Strategie hat unerwartete Folgen.

Statt produktiver zu werden, haben Mitarbeiter begonnen, die Statistiken zu manipulieren. Der Trend nennt sich "Tokenmaxxing": Angestellte starten absichtlich unnötige KI-Prozesse, um ihren Verbrauch in die Höhe zu treiben.

"Der Druck, diese Tools zu nutzen, ist einfach riesig", sagte ein Teammitglied, wie t3n.de unter Berufung auf die Financial Times berichtet. "Manche Leute nutzen Meshclaw einfach nur, um ihren Token-Verbrauch zu maximieren."

Mitarbeiter gibt offen zu: "Verbrenne Token, um Chef zu verarschen"

Auf der anonymen Plattform Team Blind schrieb ein Amazon-Mitarbeiter am 8. Mai: "Ich verbrenne Token, um meinen Projektmanager zu verarschen. Immer wenn er irgendwelchen Blödsinn redet, starte ich zehn Subagenten."

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Auch Meta setzt auf KI-Vorgaben: Ab 2026 soll der Erfolg aller Mitarbeiter anhand ihres "KI-Impacts" gemessen werden. "Wir investieren in KI-native Tools, damit die Beschäftigten bei Meta mehr leisten können", sagte Meta-Chef Mark Zuckerberg.

Massive Belastung für die Umwelt

Dass mehr Token nicht gleich mehr Produktivität bedeuten, zeigen Analysen. KI-generierter Code muss oft überarbeitet werden - die Akzeptanzrate sinkt laut Waydev-CEO Alex Circei auf nur zehn bis 30 Prozent.

Die Ressourcenverschwendung hat auch reale Folgen für die Umwelt. KI-Tools verbrauchen enorme Mengen an Strom, was die Preise für Verbraucher steigen lässt. Mehrere US-Bundesstaaten wollen deshalb den Bau von KI-Rechenzentren stoppen.

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