Im jahrelangen Streit zwischen Influencerin Anne Wünsche (34) und Komiker Oliver Pocher hat das Landgericht Hamburg am 28. November ein deutliches Urteil gefällt: Sämtliche im Jahr 2020 von Pocher über Wünsche verbreiteten Behauptungen seien unwahr.
Wünschens Anwalt erklärte: "Oliver Pocher muss alle streitgegenständlichen Aussagen unterlassen. Bei Verstößen drohen bis zu 250.000 Euro Ordnungsgeld oder Ordnungshaft bis zu zwei Jahren."
Für die dreifache Mutter ist das Urteil ein Befreiungsschlag nach jahrelangen psychischen Belastungen. Pocher hatte ihr in mehreren Instagram-Videos vorgeworfen, Likes, Follower und zehntausende Kommentare gekauft zu haben, inklusive angeblicher "Beweise", die sich angeblich bis zu ihrer IP-Adresse zurückverfolgen ließen.
Wünsche betont, es sei ihr nie um Geld gegangen: "Es ging um meine Integrität, meinen Ruf und den Schutz meiner Familie." Besonders hart sei gewesen, dass auch ihre Kinder unter der Hetze litten.
Pocher hat sich bislang weder zum Urteil geäußert noch entschuldigt. Wünsche fordert nun eine öffentliche Richtigstellung: "Wer falsche Behauptungen verbreitet, sollte sie auch öffentlich korrigieren und sich entschuldigen können."
Die Influencerin beschreibt die vergangenen Jahre als extrem belastend, mit Phasen, in denen sie kaum das Haus verlassen konnte. Morddrohungen, geplatzte Kooperationen und schlaflose Nächte seien der Preis gewesen. Umso größer war die Erleichterung, als sie in einem Hotelzimmer in Dubai die Nachricht ihres Anwalts erhielt.