Ansage von Kanzler Kurz zu Gewaltexzess in Schubhaft

Bundeskanzler Sebastian Kurz feuert die Debatte um Abschiebungen nach Afghanistan neu an.
Bundeskanzler Sebastian Kurz feuert die Debatte um Abschiebungen nach Afghanistan neu an.ALEX HALADA / picturedesk.com
Ein 28-jähriger afghanischer Schubhäftling in Wien verletzte eine Polizistin schwerstens. "Untragbar", sagt Bundeskanzler Sebastian Kurz dazu.

Ein 28-jähriger afghanischer Staatsangehöriger, welcher als Schubhäftling im Polizeianhaltezentrum Roßauer Lände am Wiener Alsergrund angehalten war, attackierte am Mittwoch im Zuge der Essensausgabe eine Beamtin – "Heute" berichtete. Die Polizistin wurde vom Tatverdächtigen mit Faustschlägen gegen den Oberkörper angegriffen und frauenfeindlich beschimpft. Die Polizistin wurde durch den Angriff schwer verletzt und musste in einem Krankenhaus behandelt werden.

Nun meldet sich Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zur Causa – und feuert die Diskussion um Abschiebungen nach Afghanistan wieder an: "Ich wünsche der verletzen Polizistin gute Besserung! Es ist untragbar, wenn Menschen zu uns kommen, um unseren Schutz zu erhalten, sich aber weder an unsere Gesetze halten, noch unsere Werte akzeptieren. Vorkommnisse wie diese zeigen, warum es keinen Abschiebestopp nach Afghanistan geben darf!"

"Es gibt Wahrheiten, die ausgesprochen werden müssen"

Auch am Donnerstagnachmittag kam es zu einem weiteren Vorfall mit einem Schubhäftling. Im Polizeianhaltezentrum Wien – Hernalser Gürtel gab es einen mutmaßlichen Fluchtversuch. Ein 23-jähriger Schubhäftling aus der russischen Föderation soll versucht haben, über das Dach zu flüchten. Dabei fiel der Mann aus bislang noch unbekannter Ursache in die Tiefe und landete am Gehsteig. Die Berufsrettung Wien übernahm die notfallmedizinische Versorgung des Verletzten.

"Es gibt Wahrheiten, die ausgesprochen werden müssen und die werde ich auch weiterhin aussprechen und nicht zur Tagesordnung übergehen", hatte Kanzler Kurz erst kürzlich bekannt gegeben. Für das Unter-Drogen setzen, Vergewaltigen und schlussendliche Töten wie im Falle von Leonie, die in Wien mutmaßlich ermordet wurde, gäbe es keine einzige Entschuldigung oder Ausrede, die diese Tat rechtfertigt. Er sehe eine falsch verstandene Toleranz und eine Täter-Opfer-Umkehr.

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