Anschober zahlte Rotem Kreuz knapp 350.000 Euro

Bundesrettungskommandant Gerry Foitik
Bundesrettungskommandant Gerry FoitikPicturedesk
Das Rote Kreuz richtete einen Corona-Krisenstab in Anschobers Ministerium ein. Dafür flossen Hunderttausende Euro. Und der Vertrag läuft noch.

"Das Rote Kreuz stellt seine Expertise im Zusammenhang mit Beratung im Fall des Auftretens von Coronavirus-Infizierten in Österreich sowie Vorschläge für etwaige Maßnahmen und Vorgehensweisen im Katastrophenfall zur Verfügung." Das ist der Inhalt der Kooperationsvereinbarung zwischen Gesundheitsressort und Rotem Kreuz, die mit Anfang März 2020 in Kraft trat. Sie war zunächst bis Ende Mai befristet, wurde dann bis 30. Juni 2021 verlängert. Abgerechnet ist sie derzeit bis Ende November. Bis dahin wurden 347.700 Euro ausgezahlt, so das Ministerium zu "Heute".

10.000 Euro im Monat

Laut APA hat es alleine für die "Zurverfügungstellung" des Bundesrettungskommandanten Gerry Foitik anfangs 10.000 Euro, später 5.000 Euro im Monat für das Rote Kreuz gegeben. Nicht für Foitik persönlich, so das Rote Kreuz. "Der Betrag wurde für die Beratungsleistung von Gerry Foitik als Einsatzleiter, seiner Mitarbeiter und der dahinter stehenden Struktur verrechnet", sagt ein Sprecher.

Insgesamt hätten bis zu 50 Personen im Schichtbetrieb an dem Projekt gearbeitet, vor allem in den ersten Monaten bis zu zehn pro Tag. Die Tagsätze seien dementsprechend angemessen gewesen. Andere Berater Anschobers wie etwa Virologen würden ehrenamtlich arbeiten, betont eine Sprecherin des Ministers.

Übrigens: Der Einsatz des Roten Kreuzes ist im "Rotkreuzgesetz" gedeckt. "Als freiwillige Hilfsgesellschaft unterstützt es die österreichischen Behörden im humanitären Bereich", heißt es dort. Der Preis: Vereinbarungssache...

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