Arnautovic attackiert "Schönwetter-Fans"

Marko Arnautovic trägt sein Herz auf der Zunge: Schönwetter-Fans und Kritiker bekommen es zu spüren.

"Dieser Typ denkt, er ist Ronaldo. Er denkt, er ist besser, als er tatsächlich ist." "Das ist die Art von Vorstellung, die dazu führt, dass ein Trainer entlassen wird." Sätze wie diese musste Marko Arnautovic zuletzt in England über sich ergehen lassen. Getätigt wurden die Aussagen von den ehemaligen Größen Gary Neville (Manchester United) und Jamie Carragher (Liverpool), die jetzt als TV-Experten aktiv sind.

Im ÖFB-Trainingscamp in Marbella (Sp) auf die harten Worte angesprochen, sprudelt es aus Arnautovic heraus. "Es ist ihre Aufgabe, zu kritisieren, das ist ihr Job. Ich akzeptiere das. Das war nach dem 0:3 gegen Brighton. Wir waren alle ein Skandal, aber man nimmt mich heraus, weil ich der teuerste Transfer der Klubgeschichte bin."

"Diese Leute haben kein Leben"

Arnautovic ist sich aber sehr wohl bewusst, dass seine jüngsten Leistungen nicht das Gelbe vom Ei waren. Böse Kommentare in einigen Fanforen waren die Folge. "Das sind ja meistens Leute, die keine Arbeit haben, die wahrscheinlich kein Leben haben. Die sitzen nur vorm Laptop", lässt "Arnie" die Kritik kalt.

"Sicher gibt es auch richtige Fans darunter – und ich respektiere jeden Fan. Sie sehen aber nur, was im Stadion passiert. Sie sehen nicht, was im Training geschieht, was man privat dazumacht. Wenn ich nicht gut spiele, brauche ich keine Kritik von außen. Ich kritisiere mich selbst am meisten. Und ich habe in der Familie mit meinem Bruder und meinem Vater die zwei größten Kritiker."

Lob für harten ÖFB-Fankern

Einmal in Fahrt, findet Arnautovic auch über die ÖFB-Anhänger scharfe Worte. Rund 15.000 Tickets sind für das Testmatch gegen Uruguay verkauft. "Es ist ein Freundschaftsspiel am Dienstag um 20.30 Uhr. Da ist es nicht leicht, das Stadion zu füllen. Auch wenn wir eine Euphorie hätten. Hut ab vor allen, die kommen. Genau diese Fans brauchen wir. Die anderen sollen daheim bleiben, die brauchen gar nicht mehr kommen. Entweder man steht zum Nationalteam, oder eben nicht."

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