Der WM-Pokal ist in Wien! Im Rahmen der „FIFA World Cup Trophy Tour by Coca-Cola” marschierte Bundespräsident Alexander Van der Bellen gemeinsam mit Fabio Cannavaro, Weltmeister von 2006, zu den Klängen von "Jump” von Van Halen auf die Bühne am ÖFB-Campus. Als Staatsoberhaupt durfte Van der Bellen die originale, 6,175 Kilogramm schwere Trophäe sogar in die Hand nehmen. "Es ist für mich etwas ganz Besonderes, diesen Pokal stellvertretend für alle Fußballfans in diesem Land halten zu dürfen”, so der Bundespräsident.
Von FIFA-Präsident Gianni Infantino erhielt Van der Bellen ein Geschenk: eine Miniatur des WM-Pokals. Überreicht wurde sie von Fabio Cannavaro, der unter anderem für Real Madrid, Juventus Turin und den SSC Neapel spielte. Er lobte den ÖFB: "Ich glaube, sie leisten eine tolle Arbeit. Die U-17-WM steht nur stellvertretend für das aktuelle Projekt. Der gesamte Campus hier ist sinnbildlich für die positive Entwicklung, die dieser Verband durchgemacht hat."
Während der Präsentation schaltete sich ÖFB-Rekordtorschütze Marko Arnautovic mit einem Augenzwinkern an den Bundespräsidenten ein: "Herr Van der Bellen, jetzt ist der Pokal schon im Jänner in Wien. Wie sieht es mit dem Feiertag aus? Ich komme Sie in der Hofburg besuchen."
Das Staatsoberhaupt konterte souverän: "Herr Arnautovic, Sie können mich jederzeit besuchen. Dann erkläre ich Ihnen, wie so ein Gesetz zustande kommt. Da braucht es ja nicht nur mich." Nichtsdestotrotz drückt auch der 81-Jährige dem ÖFB-Team die Daumen: "Mein Herz schlägt für Österreich und diese Mannschaft, die einen so tollen Teamgeist hat. Alles ist möglich, aber die Burschen sind so gut, die brauchen keinen zusätzlichen Druck vom Bundespräsidenten."
Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt, deren Herz privat für Austria Salzburg schlägt, sah es ähnlich: "Dieses Team hat bewiesen, dass es stark performen und gut zusammenarbeiten kann. Auch sie zeigte sich beeindruckt vom Pokal, jedoch gab es eine Person, die die 42-Jährige fast noch mehr faszinierte: „Neben Fabio Cannavaro zu stehen, den ich 2006 im Finale spielen sehen durfte, war extrem beeindruckend. Er ist einfach eine Legende in diesem Sport."
Nun gilt es für das ÖFB-Team, diesen Spirit beizubehalten. Im März stehen zwei Testspiele an. Und wer weiß, vielleicht kommt der WM-Pokal im Juli noch einmal nach Österreich. Dann sieht es mit dem Feiertag schon viel besser aus.