Mesut Özil ist bei Arsenal London wegen seiner Haltung zum Thema Gehaltsverzicht in die Kritik geraten. Jetzt stellt sich ein prominenter Ex-Spieler der "Gunners" auf seine Seite.
Özil soll beim Premier-League-Klub 350.000 Pfund pro Woche kassieren. Einen Gehaltsverzicht von 12,5 Prozent lehnte er aber ab - er sei nur zu einem Gehaltsaufschub bereit. Sein Berater Erkut Sögüt lieferte die Begründung: "Die Vereine könnten noch immer den selben Umsatz machen wie im vergangenen Jahr. Die genauen finanziellen Auswirkungen auf die Klubs kann man vielleicht in drei bis sechs Monaten abschätzen, aber wir können es heute noch nicht sagen."
Eine nachvollziehbare Begründung? Emanuel Petit, Ex-Weltmeister und Arsenal-Profi, verteidigt Özil nun gegen die Kritik: "Er ist ein leichtes Ziel. In den letzten Jahren wurde er immer wieder ins Visier genommen - aus den immer gleichen Gründen: die schlechten Leistungen auf dem Platz und die Tatsache, dass er so viel Geld verdient."
Petit gibt zu, dass ein verweigerter Gehaltsverzicht bei diesen Summen schwer nachvollziehbar sei, meint aber: "Soweit ich weiß, macht er viele Dinge für gute Zwecke und hilft vielen Kindern und Gemeinschaften. Dafür können wir uns bei ihm bedanken."
Generell klagt Petit darüber, dass Fußballer in der Corona-Krise immer mehr zur Zielscheibe von Kritik würden: "Ich habe das Gefühl, dass es in gewisser Hinsicht immer die Fußballer und der Fußball sind, die attackiert werden, ganz egal was in unserer Gesellschaft gerade vor sich geht."