Eine Salzburgerin hatte Ende Oktober ihren jährlichen Vorsorgetermin zur Muttermalkontrolle ausgemacht. Am Nachmittag des besagten Termins stand sie jedoch vor verschlossenen Ordinationstüren. Sie vermutete, dass sie sich beim Tag vertan hatte und beschloss, bei der Praxis anzurufen.
Wie sich herausstellte, hatte sich die Salzburgerin den Vorsorge-Termin tatsächlich falsch eingetragen – jedoch lag der Fehler nicht beim Datum, sondern bei der Uhrzeit. So hätte sie eigentlich schon am Vormittag vor Ort sein sollen.
Als Ersatztermin wurde ihr zunächst ein Termin im Jänner 2027 angeboten. Auf Nachfragen bekam sie dann im Dezember 2026 (!) einen vorgeschlagen. "Ich hätte mir die Ordinationszeiten anschauen und sie mit meinem Kalender abgleichen sollen. Es nervt mich trotzdem, dass ich an dem besagten Tag nicht einmal einen Anruf bekommen habe, wo ich denn bleibe", ärgert sich die Patientin. Immerhin lässt sich die Salzburgerin seit fünf Jahren dort immer wieder untersuchen und hat sich sogar schon einmal ein Muttermal entfernen lassen.
"Heute" fragte bei der Ärztekammer Salzburg nach: Der Leiter der Pressestelle, Georg Fuchs, konnte ein paar Tipps für solche Fälle geben. Zunächst ist es so, dass ein Vorsorgetermin kein dringlicher Termin ist, sondern eine Präventivmaßnahme. Sollte es jedoch zu Hautveränderungen kommen, wird man im Normalfall weitaus schneller drangenommen.
In Rücksprache mit einem Kollegen der Dermatologie befand Fuchs den Termin Ende 2026 als "unüblich", zumal es derzeit bei anderen Hautärzten in Salzburg bereits im Jänner Vorsorgetermine gäbe. Er rät daher, sich bei Bedarf am besten nach anderen Dermatologen umzusehen. Bei akuten Beschwerden ist die erste Anlaufstelle der Hausarzt – mit einer Überweisung zum jeweiligen Facharzt bekommt man dann früher einen Termin.
Ob die Patientin sich nun nach einem neuen Hautarzt umschauen wird, ist derzeit noch offen. Für sie ist klar: "Es liegt in meiner Verantwortung, dass ich den Termin verpasst habe. Als langjährige Patientin hätte ich mich jedoch zumindest über einen Anruf gefreut. So fühlt man sich eigentlich nur wie eine Zahl."