Es ist ein Fixtermin für viele Wiener: Am Sonntag, dem 15. März, startete das legendäre Schweizerhaus im Prater in seine bereits 106. Saison. Eröffnet wurde der größte Biergarten Österreichs auch heuer von Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ). Mit dem ersten frisch gezapften Krügerl beginnt für viele offiziell der Frühling.
Neben zahlreichen Schweizerhaus-Fans ließen es sich auch prominente Wiener wie Physiker Werner Gruber, Dompfarrer Toni Faber und Wiens Finanzstadträtin Barbara Novak (SPÖ) nicht nehmen, bei der Saisoneröffnung dabei zu sein.
Seit Jahrzehnten gehört das Schweizerhaus im Prater (Leopoldstadt) zu den bekanntesten Biergärten Europas. Touristen pilgern genauso her wie Wiener Stammgäste, die sich ihr erstes Krügerl der Saison nicht entgehen lassen wollen.
Und heuer gibt es eine erfreuliche Nachricht für alle Bierfreunde: Der Preis bleibt stabil. Ein halber Liter Budweiser Budvar kostet auch 2026 wieder 5,90 Euro. Damit bleibt das Krügerl bereits das dritte Jahr in Folge unverändert.
Das ist in Zeiten stark steigender Gastronomiepreise alles andere als selbstverständlich. Restaurantbesuche und Hotelzimmer sind in den vergangenen fünf Jahren um rund 44 Prozent teurer geworden.
Senior-Chef Karl Kolarik sieht den stabilen Preis auch als Zeichen eines besonderen Jubiläums: Seit genau 100 Jahren wird im Schweizerhaus Bier der tschechischen Traditionsbrauerei Budweiser Budvar ausgeschenkt. "Durch starke Partnerschaften gelingt es uns, das mit einem seit drei Jahren unveränderten Bierpreis zu feiern. Gemeinsam mit unseren Gästen sehen wir einer unvergesslichen Jubiläumssaison entgegen", meint Kolarik.
Das Bier hat im Schweizerhaus eine lange Tradition. Gebraut wird es mit Wasser aus einem artesischen Brunnen in rund 300 Metern Tiefe und reift mehr als 90 Tage. Danach landet es frisch gezapft im berühmten Krügerl-Glas namens "Bunkerl", das mit seinen konkaven Bullaugen längst zum Markenzeichen geworden ist.
Auch hinter den Kulissen wurde im Winter gearbeitet. Neue energieeffiziente Küchengeräte und eine komplett erneuerte Ausgabestation sollen den Betrieb effizienter machen und gleichzeitig Ressourcen sparen.
Für die Gäste gibt es heuer ebenfalls Verbesserungen: Neue Markisen sorgen gemeinsam mit rund 70 großen Bäumen künftig für noch mehr Schatten an heißen Sommertagen.
Damit ist alles angerichtet für die neue Saison – mit kühlem Bier, knuspriger Stelze und einem Krügerlpreis, der der Inflation trotzt.
Apropos Kult: Auch der Eissalon Tichy am Reumannplatz in Wien-Favoriten hat seit diesem Wochenende wieder geöffnet. Auch hier war der Ansturm bei der Eröffnung wie immer groß!