Wer künftig in Hannover auf die Straße spuckt, muss tief in die Tasche greifen. Die norddeutsche Stadt hat ihre Sicherheits- und Ordnungsregeln deutlich verschärft und führt neue Bußgelder ein.
Die Liste der Strafen hat es in sich: Auf die Straße spucken kostet 50 Euro, dauerhaftes Lagern im öffentlichen Raum 25 Euro. Wer aggressiv bettelt oder Wildtiere füttert, zahlt jeweils 100 Euro. Am teuersten wird das Autowaschen auf der Straße mit 150 Euro.
Wie "Chip" unter Berufung auf den NDR berichtet, wurde die überarbeitete Verordnung bereits am 28. Mai vom Stadtrat beschlossen. Die Stadt begründet die strengeren Maßnahmen damit, dass klare Regeln und spürbare Bußgelder nach Erfahrungen anderer Kommunen eine abschreckende Wirkung hätten.
Kontrolliert werden soll die Einhaltung der Vorschriften durch den städtischen Ordnungsdienst. Dessen Präsenz in der Innenstadt wird ausgebaut, die Zahl der Beschäftigten auf 75 erhöht. Die Mitarbeitenden sollen dabei teils auch in Zivil unterwegs sein.
Hannover ist nicht allein mit den strengeren Maßnahmen. Auch andere deutsche Städte greifen zu drastischeren Mitteln gegen Ordnungswidrigkeiten. In Köln kostet das Spucken auf die Straße zwischen 30 und 60 Euro, in Heilbronn sogar 70 Euro. Am teuersten ist das Vergehen in der Schweiz, wo bis zu 200 Franken fällig werden können.