Tierisch teurer Artenschutz

Strafe in Millionenhöhe! Leistenkrokodil auf Balkon

Einer 35-jährigen Chinesin drohen Strafen in Millionenhöhe, da sie illegale Exoten zu "Bildungszwecken" gehalten haben soll. Auch Krokodile am Balkon.
Heute Tierisch
01.07.2026, 11:43
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Auf dem Balkon einer Wohnung in Hongkong ist ein Krokodil entdeckt worden. Bei einer anschließenden Durchsuchung fanden die Behörden zudem 63 weitere Reptilien und Amphibien – darunter zahlreiche geschützte Arten.

Wie die Regierung von Hongkong mitteilte, wurde das Krokodil am Mittwoch auf dem Balkon einer 35-jährigen Frau gesichtet. Die Polizei verständigte daraufhin die Hongkonger Gesellschaft zum Schutz vor Tierquälerei (SPCA), deren Experten das verletzte Tier schließlich mit einer Seilschlinge und einem Netz einfingen. Zuvor hatte es sich unter verschiedenen Gegenständen versteckt. Das Krokodil wurde anschließend vorübergehend in die Obhut der Tierschutzorganisation gebracht.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Kennst du den Unterschied zwischen Alligator und Krokodil? Klick dich durch:

In den frühen Morgenstunden des Donnerstags durchsuchten Polizeibeamte gemeinsam mit Mitarbeitern der Behörde für Landwirtschaft, Fischerei und Naturschutz die Wohnung der Frau. Dabei entdeckten sie insgesamt 63 weitere Reptilien und Amphibien. Nach Angaben der Behörden handelte es sich bei knapp der Hälfte um geschützte Arten, darunter mehrere Echsen, Schildkröten sowie Schlangen wie eine Königsboa und ein Tigerpython.

Die 35-Jährige erklärte, sie sei Eigentümerin der Tiere und halte sie für Bildungszwecke. Da sie jedoch keine erforderliche Genehmigung vorweisen konnte, wurde sie wegen des Verdachts auf illegalen Besitz gefährdeter Tierarten festgenommen.

Die Behörden beschlagnahmten das Krokodil – nach ersten Erkenntnissen vermutlich ein Salzwasserkrokodil. Im Falle einer Verurteilung drohen der Frau eine Geldstrafe von bis zu zehn Millionen Hongkong-Dollar (rund 1,12 Millionen Euro) sowie eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.

{title && {title} } red, {title && {title} } 01.07.2026, 11:43
Jetzt E-Paper lesen