Vor kurzem ist ein borstiger und stacheliger Kollege im Haus des Meeres eingezogen: Der "Haarige Wüstenskorpion" zählt mit etwa 15 Zentimetern zu den größten Skorpionen in seiner Heimat Nordamerikas und kann ab jetzt in der Grotte genau beobachtet werden.
In seiner natürlichen Heimat, der Sonora- und Mojave-Wüste, führt der Haarige Wüstenskorpion ein verborgenes Leben. Tagsüber zieht er sich unter Steine oder in selbst gegrabene, teils über zwei Meter tiefe, Wohnröhren zurück, die ihn vor Hitze und Austrocknung schützen. Erst mit Einbruch der Dunkelheit begibt sich der nachtaktive Jäger auf Nahrungssuche.
Das Beutespektrum ist beeindruckend, es reicht von Insekten, Spinnen und anderen Skorpionen bis hin zu kleinen Wirbeltieren wie Eidechsen oder Nagern.
„Skorpione können auch in den wärmeren Regionen Europas immer wieder unbemerkt in Gepäckstücke, Schuhe oder Kleidung gelangen und werden dann als blinde Passagiere aus dem Urlaub mitgebracht. Koffer und Taschen vor der Heimreise sorgfältig zu kontrollieren, kann also nicht nur Tierleben schützen, sondern auch ungewollte Begegnungen vermeiden“Jeff SchreinerZoodirektor Haus des Meeres
In der abgedunkelten und kühlen Grotte des Haus des Meeres besteht die Möglichkeit, den Haarigen Wüstenskorpion auch tagsüber gut zu Gesicht zu bekommen. Wer neugierig geworden ist, kann täglich zwischen 9:00 und 20:00 Uhr auf Entdeckungsreise gehen.