Am Mittwoch will die Bundesregierung ihre neue Industriestrategie präsentieren – doch schon jetzt ist klar: Die Erwartungen sind hoch. Besonders laut meldet sich Wirtschaftskammer-Vizepräsidentin Martha Schultz zu Wort. Ihr zentrales Anliegen: ein günstigerer Strompreis für die Industrie.
"Ohne wettbewerbsfähige Strompreise kann es keine ernstzunehmende Industriestrategie geben", sagte Schultz zur "Kronen Zeitung". Sie fordert einen staatlich geförderten Industriestrompreis von fünf Cent pro Kilowattstunde – für drei Jahre, finanziert aus dem Budget. Die Kosten: rund 400 Millionen Euro jährlich.
Zudem soll die bestehende Strompreiskompensation, die indirekte CO₂-Kosten ausgleicht, bis 2030 verlängert werden. Als Vorbild nennt Schultz Deutschland – auch dort wird der Industriestrompreis subventioniert.
Unterstützung kommt ausgerechnet von den Grünen: Auch Klimaschutzministerin Leonore Gewessler fordert eine Entlastung nach deutschem Modell. Allerdings soll die Maßnahme durch den Abbau von klimaschädlichen Subventionen gegenfinanziert werden.