Großbritannien verschärft die Regeln für Energydrinks. Ab April 2027 dürfen Getränke mit mehr als 150 Milligramm Koffein pro Liter nicht mehr an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren verkauft werden. Tee und Kaffee sind von dem Verbot ausgenommen.
Wie die Regierung mitteilte, gilt das Verkaufsverbot für sämtliche Verkaufsstellen. Betroffen sind neben Supermärkten und anderen Geschäften auch Automaten sowie der Onlinehandel. "Koffeinreiche Energydrinks gehören nicht in die Hände von Kindern", sagte die für Fragen der öffentlichen Gesundheit zuständige Abgeordnete Sharon Hodgson.
Zur Begründung verwies Hodgson auf die gesundheitlichen Folgen eines regelmäßigen Konsums. "Wir wissen, dass Tausende Kinder in England sie täglich konsumieren, aber die Belege sind eindeutig, dass dies Angstzustände verursachen, ihren Schlaf und ihre Konzentration beeinträchtigen und sich nachteilig auf ihre Bildung auswirken kann."
Nicht betroffen sind koffeinärmere Erfrischungsgetränke wie Coca-Cola oder Pepsi.
Kritik kommt von einem Branchenverband. Dieser verwies darauf, dass sich seine Mitglieder bereits seit 2010 freiwillig verpflichtet hätten, Energydrinks weder an unter 16-Jährige zu vermarkten noch deren Verkauf an diese Altersgruppe zu fördern.