Wiener Original

Aus für Richard-Lugner-Park: Grund überrascht alle

In Grinzing sollte eine Grünfläche nach dem Wiener Baumeister benannt werden – doch im Rathaus wurde der Plan nun abgelehnt. Das ist der Grund!
Thomas Peterthalner
08.09.2026, 15:05
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Vor zwei Jahren verstarb Richard Lugner – nun sollte eine Grünfläche in seinem Heimatbezirk Wien-Döbling nach ihm benannt werden. Ein Antrag dazu war zuvor in der Döblinger Bezirksvertretung mehrheitlich mit den Stimmen von FPÖ, ÖVP, SPÖ und Neos beschlossen worden.

"Ideologische Farce"

Doch aus dem Richard-Lugner-Park dürfte nun doch nichts werden. Denn im Unterausschuss für Verkehrsflächenbenennungen im Rathaus fand der Antrag keine Zustimmung von SPÖ, Grünen und Neos. Das sorgt nun für einen handfesten Polit-Streit. Als "ideologische Farce und unerträgliche Doppelmoral" bezeichnet FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss die Ablehnung. Denn in der Döblinger Bezirksvertretung waren SPÖ und NEOS noch dafür gewesen.

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Grünfläche bereits ausgewählt

Eine bisher noch unbenannte Grünfläche am Grinzinger Platz sei bereits ausgewählt worden und sollte nach Lugner benannt werden, erklärt der Döblinger Bezirksvorsteher Daniel Resch (VP) im Gespräch mit "Heute". "Ich bin sehr traurig, dass der Plan abgelehnt wurde. Lugner war ein begeisterter Döblinger, hat Tausende Arbeitsplätze geschaffen – und wurde auch mit einem Ehrenzeichen der Stadt Wien geehrt." Bisher habe es erst einmal eine Ablehnung in Döbling gegeben. "Das macht mich nachdenklich."

Umgang mit Frauen

"Richard Lugner war ein Wiener Original, erfolgreicher Unternehmer und eine der bekanntesten Persönlichkeiten unserer Stadt", so Krauss, der es als absurd erachtet, ihm wegen eines angeblich "problematischen Umgangs mit Frauen" und vermeintlicher Homophobie eine öffentliche Würdigung zu verweigern.

"Im Bezirk dafür, im Rathaus dagegen"

Krauss nimmt SPÖ und Neos ins Visier, weil beide Parteien der Benennung in der Döblinger Bezirksvertretung noch zugestimmt hatten. "Im Bezirk dafür, im Rathaus dagegen. SPÖ und NEOS sind offenbar vor der grünen Gesinnungspolizei eingeknickt", so Krauss.

Lugner hatte Ecken und Kanten

"Lugner hatte Ecken und Kanten. Genau deshalb war er ein Wiener Original", so Krauss. "Wer nur noch Menschen würdigen will, die eine rot-grün-pinke Gesinnungsprüfung bestehen, betreibt keine Erinnerungskultur, sondern ideologische Geschichtspolitik. Richard Lugner gehört zu Wien und verdient diese Würdigung."

{title && {title} } pet, {title && {title} } Akt. 08.09.2026, 15:54, 08.09.2026, 15:05
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