Seit drei Jahren lebt Patrice Aminati mit schwarzem Hautkrebs, inzwischen gilt die Krankheit als unheilbar. Die Therapie soll ihr Leben verlängern. Doch zuletzt gab es einen schweren Rückschlag: Der Krebs hat gestreut.
Und trotzdem: Aufgeben ist für sie keine Option.
Statt sich zurückzuziehen, feiert die 30-Jährige Ostern. Ganz bewusst, ganz ruhig, ganz bei sich. Gemeinsam mit Tochter Charly Malika (3) und ihrer Familie genießt sie die kleinen Momente. "Wie jedes Jahr verbringen wir die Zeit ganz ruhig", erzählt sie gegenüber "Bild". Mit dabei: Oma, Opa und Schwester Fabienne.
Der Tag beginnt entspannt mit Kaffee und Kuchen im Bett. Diesmal mit Himbeertarte. Danach ein spätes Frühstück, Sonne im Garten und eine liebgewonnene Tradition: Ostereier verstecken.
"Diesmal haben wir sogar Fotos gemacht", erzählt Patrice Aminati mit einem Schmunzeln – nachdem in den letzten Jahren immer wieder vergessene Schokohasen erst Monate später wieder aufgetaucht sind.
Es sind diese scheinbar unspektakulären Momente, die für sie alles bedeuten: Spaziergänge durch die Weinberge, ein Besuch am Spielplatz, Begegnungen mit Freunden. "So ruhig, so friedlich", beschreibt sie die Zeit – und genau daraus schöpft sie Kraft. Denn die wird sie brauchen.
Schon bald stehen wieder zahlreiche Termine im Krankenhaus an. Ein Alltag, den sie nur zu gut kennt. Und doch hatte sie gehofft, die Krankheit zumindest stabil zu halten. "Ich dachte, wir hätten es geschafft", sagt sie offen. Diese Hoffnung sei nun vorerst zerstört.
Trotz allem bleibt Patrice Aminati ehrlich – auch mit ihren Gefühlen. Trauer, Wut, Angst: All das gehöre dazu. "Das kennen viele Betroffene", sagt sie.
Doch eines ist klar: Sie kämpft weiter. Für sich. Für ihre Familie. Und vor allem für ihre kleine Tochter.