Gewalt in Guatemala

Ausnahmezustand nach Revolten in drei Gefängnissen

Nach Aufständen in drei Gefängnissen hat die Regierung den Ausnahmezustand verhängt. Jetzt wollen sie gegen das organisierte Verbrechen vorgehen.
Newsdesk Heute
19.01.2026, 12:24
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Häftlinge übernahmen für mehrere Stunden in drei Hochsicherheitsgefängnissen Guatemalas die Macht. Rund 40 Wärter wurden als Geisel genommen, mindestens acht Polizisten wurden getötet.

Nach Behördenangaben haben die Sicherheitskräfte wieder die Kontrolle über die Gefängnisse. In den kommenden 30 Tagen sollen Polizei und Militär mit aller Kraft gegen das organisierte Verbrechen vorgehen. Die Regierung hat den Ausnahmezustand verhängt.

"Schwert der Gerechtigkeit"

Bei dem Einsatz in Escuintla wurde der als "El Lobo" bekannte Anführer der Bande Mara 18 festgenommen. Er verbüßt Haftstrafen von rund 2000 Jahren. Der Kongress hatte die Bande im Oktober zur Terrorgruppe erklärt. Kurz nachdem die USA sie als ausländische Terrororganisation eingestuft hatte.

"Wir verhandeln nicht mit Kriminellen und tolerieren keine terroristischen Handlungen. Im Rahmen des Gesetzes zwingen wir sie mit dem Schwert der Gerechtigkeit in die Knie", sagte Präsident Bernardo Arévalo in einer Regierungserklärung. Die Aufstände der kriminellen Banden seien eine Reaktion auf die Niederschlagung der Gefangenenmeuterei gewesen, sagte Innenminister Marco Antonio Villeda.

Zuvor 20 Bandenmitglieder aus Haft entkommen

Sieben Verdächtige wurden festgenommen. Ein Bandenmitglied wurde bei einem Polizeieinsatz getötet. Zuvor hatten zuständige Behörden eingeräumt, dass innerhalb weniger Tage 20 Bandenmitglieder aus der Haft entkommen waren.

Bei jüngsten Durchsuchungen seien Mobiltelefone, Waffen und Drogen beschlagnahmt sowie illegale Anbauten in den Gefängnissen beseitigt worden, erklärte die Gefängnisverwaltung des mittelamerikanischen Staates. Doch selbst aus der Haft heraus lenken inhaftierte Bandenführer häufig weiterhin ihre kriminellen Aktivitäten.

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