Neue Action in Bangkok

Austro-Regisseur lässt in Netflix-Hit Tote auferstehen

Marvin Krens Serie "Crooks" geht ab 14. April in die zweite Runde. Für seine kultigen Helden hat der Filmemacher aus dem eigenen Leben geschöpft.
Sandra Kartik
09.04.2026, 06:00
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Nach dem großen Erfolg der ersten Staffel von "Crooks" geht der Netflix-Hit von Regisseur Marvin Kren ab 14. April in die nächste Runde. Frederick Lau (Charly) und Christoph Krutzler (Joseph) jagen eine wertvolle Münze diesmal u.a. in Thailand.

Dem Wiener Filmemacher ist mit der Action-Fortsetzung erneut ein bildgewaltiges, spannendes Film-Erlebnis auf internationalem Niveau gelungen. "Wir haben uns am amerikanischen Markt orientiert, aber trotzdem war es immer wichtig, uns treu zu bleiben. Das sind ja auch österreichische Figuren mit all ihren Stärken und Schwächen", sagt er im "Heute"-Gespräch.

Figuren aus dem echten Leben

Kren hat seine Serienhelden mit viel Gefühl gestaltet. "Ich liebe das Kraftvolle und, dass jede Figur einen Sex, eine Attraktivität hat. Bei uns ist der Dickste der Stärkste", bezieht er sich auf Krutzler, der als Fahrer einer Wiener Gang in eine unglaubliche Story verwickelt wird. "Natürlich habe ich mich sehr gefreut, dass einige von den Toten auferstanden sind, wie Georg Friedrich und Lukas Watzl."

In einer neuen Rolle brilliert in der zweiten Staffel auch Schauspieler Florian Carove als kaputter, aber höchst charismatischer Kleinkrimineller. "Er wird von der Theaterwelt schon total geschätzt und hat mit seiner überbordenden Kraft hier einen Platz gefunden – bei mir passt es perfekt. Ich liebe diese Explosion von Energie. Das umarme ich", so der Regisseur freudig. "Ich versuche jeder Figur etwas Authentisches oder aus meinem Leben zu geben. Ich brauche eine Real-Life-Orientierung."

"Ich bin ein Kind der Nacht"

Seine Mutter, Schauspielerin Brigitte Kren, und sein Vater haben früher ein Wirtshaus betrieben. "Ich bin ein Kind der Nacht, komme aus der Gastronomie und aus der Kunstszene. Und deswegen sind mir so nächtliche Figuren sehr vertraut und sehr sympathisch." Kren lebt inzwischen seit langem in Deutschland, dort hat er auch sein Handwerk gelernt. Nun wieder für Netflix zu drehen, war eine Art Adelung. "Ich bin extrem dankbar, dass ich auf diesem Level arbeiten und mit solchen Budgets umgehen darf und, dass ich diese Geschichten, die von mir kommen, erzählen darf."

Das sei jedoch nicht der Moment, sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen, betont er. "Man muss schon an der nächsten Geschichte arbeiten und weiter dranbleiben. Es öffnen sich Türen, aber die können sich auch wieder schließen. Man muss bescheiden bleiben", so der 45-Jährige, der die fesselnde Geschichte gemeinsam mit zwei Drehbuchautoren und Freunden aus der Filmhochschule geschrieben hat. Ob es eine dritte Staffel von "Crooks" geben wird, darf noch nicht verraten werden, die Chancen stehen aber hoch.

{title && {title} } sk, {title && {title} } 09.04.2026, 06:00
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