An diesem Wochenende kommt viel zusammen. Halb Europa fährt auf Skiurlaub in die Alpen, ausgerechnet jetzt wird Österreich zudem von Dauerfrost und Schneewalzen überrollt. Als wäre das nicht genug, kam es am späten Freitagnachmittag noch zu einem schweren Unfall auf der A10 Tauernautobahn – dem Eintrittstor zu den österreichischen Alpen schlechthin.
Wie berichtet, krachte ein LKW gegen das Portal des Brentenbergtunnels in Salzburg (zwischen Golling und Werfen). Das Gespann fing sofort Feuer, der Fahrer konnte sich retten. Fast fünf Stunden lang musste die Autobahn komplett gesperrt werden, die Schäden in Fahrtrichtung Salzburg waren aber größer.
Erst Samstagmittag konnte die ASFINAG ein Update zum wahren Ausmaß geben. Die Tunnelröhre in Richtung Salzburg müsse "bis auf weiteres gesperrt bleiben", heißt es nun. Umgeleitet wird über die B159, auf der aber teils winterliche Bedingungen herrschen.
Die ASFINAG führt aktuell mit Experten Schadensbegutachtung und Bestandserhebungen vor Ort durch. Parallel dazu werden sämtliche Möglichkeiten für temporäre Verkehrsführungen sowie für die Durchführung der notwendigen Sanierungsmaßnahmen geprüft und untersucht.
Die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmenden hat dabei oberste Priorität. Erst nach Vorliegen sämtlicher Erkenntnisse kann über weitere Maßnahmen und die Dauer der Sperre entschieden werden.
Beim Unfall wurde der Lkw-Lenker nur leicht verletzt. Bereits jetzt steht fest, dass aufgrund der im Vorjahr durchgeführten Sicherheitsupgrades im Brentenbergtunnel Schlimmeres verhindert werden konnte. Die Löschwasserversorgung hat hervorragend funktioniert, die Sicherheitseinrichtungen wie etwa Anpralldämpfer und technische Einrichtungen haben dafür gesorgt, dass dem Lkw-Lenker nicht noch mehr passiert ist.