FPÖ-Landbauer sauer

"Babler versetzt Todesstoß" – Aus für Top-Event

Mit der Beachvolleyball-World-Tour verliert Baden ein Spitzenevent. Für den Sportlandesrat ist der Bund schuld, der spielt den Ball scharf zurück.
Erich Wessely
19.02.2026, 14:47
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Beach-Hammer! Nach 21 Jahren ist Schluss, 2026 wird es keine Beachvolleyball-World-Tour in Baden geben. Ein internationales Top-Event verschwindet damit von der Sport-Landkarte Österreichs – und das mitten im Olympia-Qualifikationszyklus für Los Angeles 2028.

Die Veranstalter sprechen von "wirtschaftlich äußerst herausfordernden Rahmenbedingungen". Ein Turnier unter den eigenen hohen Qualitätsstandards komme für das HSG-Team nicht infrage. Die Entscheidung sei "schmerzhaft" – für Baden, für die Fans, für die heimischen Athleten und für ganz Österreich. Aber es sei sich aus wirtschaftlichen Gründen einfach nicht mehr ausgegangen – mehr dazu hier.

"Nach 21 Jahren Ära zu Ende"

"Nach 21 Jahren geht eine Ära zu Ende – und das schmerzt mich auch persönlich sehr", sagt HSG-Events-Geschäftsführer Dominik Gschiegl. Großveranstaltungen seien ohne entsprechende Förderungen und Sponsoren nicht mehr stemmbar. Sein Dank gilt den langjährigen Partnern, der Stadt Baden und dem Land Niederösterreich.

Die Beach-Pro-Tour Baden Challenge beim "Strandbad" in Baden
© Rainer Mirau

In einer Aussendung konkretisiert jetzt das Land NÖ die Hintergründe. Konkret gehe es um die ersatzlose Streichung einer Bundesförderung in Höhe von 300.000 Euro, heißt es aus dem Büro von Sportlandesrat Udo Landbauer (FPÖ). Und ohne diese Mittel sei das Großevent nicht mehr finanzierbar.

Landbauer rechnet mit Babler ab

Scharfe Kritik kommt deshalb aus Niederösterreich Richtung Bund. Udo Landbauer findet deutliche Worte: "Mit der Beachvolleyball-World-Tour in Baden wird ein absolutes Spitzenevent zum nächsten Opfer der katastrophalen Sportpolitik des roten Vizekanzlers." Dass Vizekanzler Andreas Babler die 300.000 Euro "von heute auf morgen" streiche, sei ein "Totalausfall" und komme einem "Todesstoß" für das größte Beach-Event Österreichs gleich.

Landbauer betont, dass das Land Niederösterreich rund 120.000 Euro zugesagt habe. Den Ausfall der Bundesmittel könne man aber nicht alleine kompensieren.

Bühne für Österreichs Athleten fällt weg

Mit der Absage verliert Österreich 2026 voraussichtlich sein einziges internationales Beachvolleyball-Turnier. Für heimische Athletinnen und Athleten bedeutet das den Verlust einer wichtigen Bühne im Olympia-Qualifikationszyklus.

Zum Abschluss richtet Landbauer noch wertschätzende Worte an die Organisatoren: "Dieses Event war über 21 Jahre ein Aushängeschild für den österreichischen Sport."

"Konzentrieren uns auf eine Volleyball-WM"

Aus dem Büro der zuständigen Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt heißt es dazu auf "Heute"-Anfrage: "Die Absage des Volleyball-Turniers in Baden ist bedauerlich. Mit ausbleibenden Fördermitteln des Bundes kann sie aber wenig zu tun haben. Sport in Österreich ist nach der Bundesverfassung grundsätzlich Ländersache, der Bund fördert bei internationalen Meisterschaften und Veranstaltungen mit herausragender Bedeutung. Das Sportministerium hat das Turnier bis jetzt nicht gefördert – nur im Vorjahr wurde eine Förderung für die parallel stattfindende U22-Europameisterschaft ausbezahlt. In Abstimmung mit dem Österreichischen Volleyball-Verband konzentrieren wir uns nun auf eine Volleyball-WM in Österreich 2027/2028."

SPÖ-Staatssekretärin: "Landbauer ist am Zug"

Und Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt betont: "Landesrat Landbauer ist am Zug, das Turnier zu retten und bei der Sponsorensuche unter die Arme zu greifen – auch wenn das aufwendiger ist, als halbstarke Presseaussendungen zu schreiben."

{title && {title} } wes, {title && {title} } Akt. 19.02.2026, 15:52, 19.02.2026, 14:47
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