In einer Pressekonferenz Donnerstagfrüh in St. Pölten holte die FPÖ Niederösterreich zum Rundumschlag nach der Gemeinderatswahl und der Bildung der rot-grünen Koalition in St. Pölten aus.
"Ein Minus von 13,4 % bei der SPÖ und ein Plus von 10,8 % bei der FPÖ – jetzt sollte man meinen, dass dieses Ergebnis auch ein klarer Wählerauftrag ist. Nur es geht nicht um die Bevölkerung, es geht wieder mal darum, die FPÖ und damit den Wahlsieger zu verhindern und sich den billigsten Partner zu suchen. Wir Freiheitliche haben schon nach der Wahl davor gewarnt, dass St. Pölten eine links-linke Regierung blüht", kritisierte FPÖ Niederösterreich-Landesparteisekretär Alexander Murlasits, das unter dem Motto "Statt Blau jetzt rot-grüner Super-GAU" in St. Pölten über die Bühne ging.
Zum Koalitionspapier meinte der Landesparteisekretär: "Für jeden Normalbürger ist das eine gefährliche Drohung, gespickt mit Orchideenthemen. Klimakommunismus in Reinkultur und eine Kampfansage an alle Autofahrer – eine ideologische Absage an alle Familien und eine rot-grüne Belastungswelle, weil irgendwer muss diese rot-grüne Party auch bezahlen", sagte Murlasits und verwies dabei u.a. auf eine "anstehende Parkgebührenerhöhung".
Auf 31 Seiten komme "40 Mal das Wort Klima, aber null Mal das Wort Heimat oder Österreicher vor. Die Zuwanderungsprobleme werden ausgeblendet, man träumt von Multikulti-Vielfalt. Keine Deutschkurse im sozialen Wohnbau, dafür bunte Schirme gegen das Innenstadtsterben. Der Fasching ist vorbei und die St. Pöltner haben schon einmal mehr gelacht", so Murlasits.
Dabei hätten auch die Freiheitlichen "vernünftig mit der SPÖ sondiert", jetzt komme ein "rot-grünes Experiment" heraus.
Für Landesrat Martin Antauer, Spitzenkandidat der FPÖ bei der Gemeinderatswahl ist klar: "Der 25. Jänner 2026 war ein sehr erfreulicher Tag für St. Pölten: St. Pölten wurde von der absoluten Mehrheit befreit. Und nein, es waren nicht die Grünen, es war nicht die KPÖ, es waren nicht die Neos und schon gar nicht die ÖVP, die den Fall der Absoluten ermöglichte. Es war einzig und allein der Verdienst der FPÖ St. Pölten und seiner Wählerschaft."
Der 16. Februar 2026 sei hingegen ein schwarzer Tag für St. Pölten gewesen: "Denn an jenem Montag wurde die Fußgänger-Ampel-Koalition aus SPÖ und Grünen verkündet. Die SPÖ und Grüne sprechen von Verweilplätzen zwischen Promenade und Domplatz, keiner spricht vom notwendigen Motor für die sterbende Innenstadt. Die Innenstadt wird endgültig zu Grabe getragen, die Autofahrer aus der Stadt gejagt", so Antauer.
Verwunderlich sei auch, "dass nichts aus den Fehlern im Bund gelernt wurde, dass die katastrophale Performance und die desaströsen Umfragewerte von SPÖ-Chef Babler völlig negiert werden. Mit dem links-linken Vize Kögl und dem grünen Bürgermeisterstellvertreter rückt die SPÖ noch weiter von der Bevölkerung ab. Ich verstehe die Koalition mit den Grünen natürlich schon: Die Grünen haben bereits im Bund mit der ÖVP eindrucksvoll bewiesen, wie man Schulden macht und Österreich ambitioniert ruiniert – also zwei Schuldenkaiser für St. Pölten, die die Parteiideologie vor die Interessen der Bevölkerung stellen", sagte Antauer.
Und weiter: "Wahrscheinlich wurde Stadler auf Zuruf aus Wien zur Koalition mit den Grünen vergattert. Und diese bittere Pille müssen jetzt die St. Pöltner schlucken."
Die FPÖ sieht eine düstere (nahe) Zukunft der Landeshauptstadt: Die Geister-Innenstadt werde gänzlich autofrei werden, sündteuren Prestigeprojekte werde es weitergeben, "die Regenbogenfahne wird verstärkt das Rathaus zieren, der Zuzug von Migranten wird munter weitergehen, die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der St. Pöltner werden weiter leiden, Kriminalitäts-Hotspots werden sich ausweiten".
Mittelfristig seien die Freiheitlichen nicht aufzuhalten: "Es war eine bemerkenswerte Aufholjagd von uns Blauen von 3 auf 8 Mandate. Wir werden eine konstruktive, harte Oppositionspolitik im Interesse der St. Pöltner betreiben. Und die Aufholjagd der FPÖ wir unaufhaltsam weitergehen, sodass wir in fünf Jahren den Bürgermeister der Stadt St. Pölten stellen werden", gibt sich Antauer motiviert.