Das zweite Comeback ist vorerst geplatzt. Hirscher wird in diesem Weltcup-Winter kein Rennen mehr bestreiten. Das erklärte der Salzburger, der mittlerweile für die Niederlande, das Herkunftsland seiner Mutter, startet, in einem Instagram-Video am Freitag.
"In Wahrheit ist es so: Es geht sich nicht aus. Das Tempo, das ich gehen kann, ist nicht weltcupwürdig. Es gibt heuer keine Weltcuprennen und auch keine Olympischen Spiele für mich", sagte Hirscher in dem kurzen Clip, beendete damit endgültig die Spekulationen über den weiteren Saisonverlauf.
Der im Dezember 2024 erlittene Kreuzbandriss hatte Hirschers ersten Comebackversuch nach drei Rennen und einem 23. Platz jäh beendet. Nach der Reha plante der achtfache Gesamtweltcupsieger eigentlich, bei Olympia 2026 mit seiner eigenen Skimarke "Van Deer" an den Start zu gehen, verschob seinen zweiten Comebackversuch aber mehrmals. Nach einer hartnäckigen Virusinfektion im Oktober verzichtete der nun 36-Jährige auf den Start beim Saisonauftakt in Sölden. Hirscher ließ auch die Rennen im Dezember aus. Zuletzt hieß es, er würde in Madonna di Campiglio oder spätestens am anstehenden Wochenende in Adelboden in den Weltcup zurückkehren. Dies sei ohnehin die letzte Chance für den Ski-Star gewesen, in den Weltcup einzusteigen.
Derweil machen mehrere Gerüchte rund um den Salzburger die Runde. Unter anderem, dass Hirscher womöglich zum dritten Mal Vaterfreuden bevorstehen könnten. Laut "Salzburger Nachrichten" könnte Hirschers Frau Lucy bereits im Februar ihr erstes gemeinsames Kind erwarten. Dabei hatte das Paar erst im September die Hochzeit im engsten Kreis bekannt gegeben. Hirschers zweite Frau Lucy stammt aus den Niederlanden, für die der Salzburger nun an den Start geht. Die Ehe mit seiner ersten Frau Laura, aus der auch zwei gemeinsame Kinder entstammen, war 2021 geschieden worden.
Darüber hinaus sickerten aber noch weitere Details durch. So soll Hirscher fix mit einem Comebackrennen in Alta Badia vor Weihnachten geplant haben. Doch genau in dieser Phase stoppte ihn eine Wadenverletzung, der 36-Jährige musste eigenen Angaben zufolge zwei Wochen pausieren. Neben der verschobenen Weltcup-Rückkehr kam Hirscher auch nicht zum Trainieren, ihm sei nun auch die Zeit davongelaufen, heißt es.
Als er dann auch sein Antreten beim Flutlicht-Klassiker in Madonna di Campiglio strich, war schon heftig getuschelt worden. Hirscher habe jedenfalls in den letzten Trainings auf der Reiteralm gesehen, dass er noch weit weg sei von der Weltspitze. Die Entscheidung, die Saison abzubrechen, sei schließlich am Donnerstag nach Gesprächen mit seinem Team gefallen.
Trotzdem stellte Hirscher klar, es noch einmal probieren zu wollen. Der Salzburger könnte im Herbst 2026 also noch einen weiteren Comebackversuch wagen.