Bei Grabungsarbeiten in Kapfenberg im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag kam es am Montagnachmittag zu einem gefährlichen Zwischenfall. Ein Bagger beschädigte im Bereich eines Baches eine Hauptgasleitung. In der Folge trat eine größere Menge Gas aus, ein angrenzendes Firmengelände musste geräumt werden. Auch die B20 wurde vorübergehend für den Verkehr gesperrt.
Der Vorfall ereignete sich am 20. Juli 2026 gegen 15:30 Uhr. Ein Bauunternehmen war im Nahbereich eines Industriebetriebes mit Arbeiten beschäftigt, als der Baggerfahrer die unterirdisch verlaufende Gasleitung traf. Kurz darauf begann Gas auszuströmen.
Der Mitarbeiter reagierte gemeinsam mit seinen Kollegen sofort und brachte sich aus dem Gefahrenbereich. Anschließend informierten die Arbeiter die Beschäftigten des nahegelegenen Betriebs über die Situation. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand.
Nach dem Alarm übernahm ein Verantwortlicher des betroffenen Unternehmens die weiteren Schritte. Das gesamte Firmengelände wurde vorsorglich evakuiert, gleichzeitig wurden die Einsatzkräfte und der Gasnotdienst der Energie Steiermark verständigt. Für die Menschen vor Ort war die Situation zunächst unübersichtlich. Durch den austretenden Stoff bestand die Gefahr, dass sich Gas in Gebäuden oder anderen Bereichen sammeln könnte. Deshalb wurde rasch gehandelt und das Gelände abgesichert.
Techniker des Energieversorgers konnten die beschädigte Leitung schließlich abschalten und den weiteren Gasaustritt stoppen. Danach überprüften speziell ausgebildete Polizeikräfte die Gebäude mit Messgeräten. Dabei wurde kontrolliert, ob sich noch gefährliche Gaskonzentrationen im Inneren befanden. Nachdem die Messungen keine bedenklichen Werte mehr zeigten, konnten die Einsatzkräfte Entwarnung geben. Die Mitarbeiter durften wieder in das Gebäude zurückkehren.
Während der Arbeiten zur Sicherung der beschädigten Leitung blieb die B20 vorübergehend für den gesamten Verkehr gesperrt. Autofahrer mussten im Bereich des Einsatzortes mit Behinderungen rechnen.
Vor Ort standen mehrere Einsatzorganisationen im Einsatz. Die Freiwillige Feuerwehr Kapfenberg-Stadt rückte mit drei Fahrzeugen und insgesamt 15 Kräften aus. Zusätzlich waren vier Polizeistreifen sowie sachkundige Polizisten, die für Einsätze mit gefährlichen Stoffen ausgebildet sind, beteiligt.
Nach erfolgreicher Sicherung der Gasleitung und Abschluss der Kontrollen konnten die Maßnahmen beendet und die Sperre wieder aufgehoben werden. Der Zwischenfall ging glimpflich aus: Trotz des beschädigten Gasrohrs gab es keine Verletzten.