Coronavirus

Bald 10 Mal mehr Corona-Fälle als noch zu Jahresbeginn

In einer aktuellen Prognose gehen Corona-Experten von rasant steigenden Fallzahlen in ganz Österreich aus. Es wird mit Sicherheit Rekord-Zahlen geben. 
Michael Rauhofer-Redl
16.01.2022, 20:57

Die Corona-Situation in Österreich ist brisant wie schon lange nicht mehr. Nach rund 3.000 täglichen Fällen in der ersten Jänner-Woche meldeten die Behörden noch zu Beginn dieser Woche 10.804 Corona-Neuinfektionen und sieben Tote am Montag. Doch schon am Freitag wurden, wie schon in den vergangenen beiden Tagen rund 17.000 Corona-Neuinfektionen verzeichnet, auch am Wochenende schossen die Infektionen auf jeweils rund 17.000 neue Fälle.

In einem wöchentlich erscheinendem Update informiert das Staatliche Krisen- und Katastrophenschutzmanagement über die aktuelle Entwicklung und gibt auch einen Ausblick auf die kommenden Tage. "Heute"liegt das aktuelle Dokument vor und dieses zeichnet vor allem was die Zahl der täglichen Neuinfektionen betrifft, ein pessimistisches Bild.  

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Wert könnte sich verzehnfachen

Denn während am ersten Tag des Jahres noch "nur" 3.608 Neuinfektionen in ganz Österreich registriert wurden, rechnen die Experten für den letzten Tag dieser Prognose (19. Jänner 2022) mit einem fast zehnmal so hohen Wert. "Für den letzten Prognosetag am 19.01.2022 wird eine 7-Tages-Inzidenz im Bereich von 1.525 bis 2.510 Fällen je 100.000 EW erwartet,  umgerechnet zwischen 19.457 bis 32.032 Fälle. Der Mittelwert der erwarteten Fälle liegt bei rund 24.300.  

Somit wird es auf jeden Fall Rekordzahlen geben. Denn so viele Neuinfektionen gab es in Österreich während der gesamten Pandemie noch nie. 

"Die Prognose geht weiterhin von einem starken Anstieg des Infektionsgeschehens aufgrund der Dominanz der Omikron-Variante aus. Dies führt in der Folge zu einem möglichen Anstieg des Normalpflege-Belags, der angesichts nach wie vor unzureichender Nachvollziehbarkeit des tatsächlichen Ausmaßes der Reduktion der Virulenz der Omikron-Variante aufgrund fehlender verknüpfbarer nationaler Daten mit Vorsicht zu interpretieren ist", heißt es in dem Dokument. Doch was heißt das? Ob auch die Zahlen bei den Hospitalisierungen in die Höhe gehen werden, oder ob sich Omikron trotz hoher Fallzahlen (im Vergleich zu Delta) günstig auf das Spitalswesen auswirken wird, ist auf Grund fehlender Daten noch unklar. 

Situation auf Intensivstationen (noch) stabil 

"Angesichts des erwarteten Anstiegs der Omikron-Neuinfektionen entfallen die Prognosen des Spitalsbelags aufgrund der reduzierten Virulenz vergleichsweise niedriger aus, als dies bei vorangegangenen Wellen und vergleichbaren Fallzahlen der Fall war", glauben die Experten allerdings doch insgeheim, dass Omikron milder verläuft, als noch vorangegangene Wellen. Dazu trägt freilich aber auch ein höherer Grad der Immunisierung der Bevölkerung durch durchgemachte Infektionen und (Booster-)Impfungen bei. 

Was die Hospitalisierungszahlen betrifft, so reicht die Prognose bis zu einem späteren Zeitpunkt, auch weil sich die Fallzahlen erst zeitverzögert auf das Spitalswesen auswirken. Für den 26.01.2022 wird eine Belagsprognose Intensivpflege von 232 bis 336 erwartet. Auf Normalpflege von 830 bis 1.509 erwartet", heißt es in dem Dokument.

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