"We Are Not Just One Thing"

Bamlak Werner: In äthiopischer Tracht Richtung ESC

Jodel, Rap, Klassik: Bamlak Werner bringt mit "We Are Not Just One Thing" die österreichische Vielfalt zum ESC-Vorentscheid "Vienna Calling".
Heute Entertainment
16.02.2026, 05:00
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In weniger als einer Woche, am 20. Februar, ist es so weit: Beim nationalen Vorentscheid "Vienna Calling" entscheidet sich, wer für Österreich beim Eurovision Song Contest 2026 auf der großen Bühne stehen darf. Mit dabei im Kampf um's Finalticket: Bamlak Werner – mit einem Song der Identität, Herkunft und Vielfalt verbindet.

Begonnen hat ihre Reise vergangenen Sommer, im ESC-Song-Writing-Camp. Dort traf sie erstmals auf Produzent Elias und Co-Writer Dominik und für sie war es "Liebe beim ersten Mal Musik machen," erzählt sie im "Heute"-Talk. Während des Camps feierte sie auch ihren 20. Adoptionstag aus Äthiopien – ein emotionaler Anlass, der die kreative Arbeit prägte. Erstmals traute sie sich, ganz tief in sich rein zu blicken: "Es gibt viele Themen, die man sich nicht traut anzusprechen. Das hab ich dann dort versucht zu erzählen – ich hab erstmal zehn Minuten geweint."

Aus diesen Gefühlen entstand Monate später der fertige ESC-Song "We Are Not Just One Thing". Darin verbindet die Bamlak ihre äthiopischen Wurzeln mit ihrer österreichischen Heimat – musikalisch und inhaltlich. Ihre Botschaft: Österreich lässt sich nicht auf eine Identität reduzieren. "Wir sind halt nicht eine Sache. Wir sind die Bäckermeister der Welt. Wir sind die Wiener Sängerknaben. Wir sind die Ski-Nation. Wir sind die Fußball-Nation. Wir sind so viel."

Diese "We are not just one thing"-Mentalität zieht sich durch die gesamte Performance. Im Bühnenoutfit von Designer Markus Spatzier verschmilzt die äthiopische mit der Kärntner Tracht, im Song treffen Jodel-Elemente auf Rap-Parts, Deutsch auf Englisch, Klassik auf Pop, Soul und Jazz. "Es wird gejodelt, es wird gerappt auf Deutsch, es wird auf Englisch gesungen. Es gibt einen kurzen Klassik-Einschub, wo es echt hoch rauf geht. Es sind alle Facetten drinnen, die ich mein ganzes Leben trainiert habe," erzählt Bamlak.

Und genau mit diesen Aspekten möchte die Kärntnerin überzeugen und setzt auf das Vertrauen des Landes: "Ich hoffe, dass diese Vielfältigkeit eine Stärke von mir ist, die Österreich sieht und haben möchte," erzählt sie im Gespräch mit "Heute".

Der ESC-Traum treibt Bamlak an: "Ich merke grad einfach, ich muss das machen." Und in ihrer Traumwelt ist der erneute ESC-Sieg für Österreich längst gesetzt: "Ich will die österreichische Republik nicht in den Ruin stürzen, aber Geschichte schreiben wir ja schon sehr iconic."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 16.02.2026, 14:34, 16.02.2026, 05:00
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