ÖBB-Videos ausgewertet

"Bankräuber in Zug!" – Polizei verfolgt heiße Spur

Nach dem Überfall in Ferlach (Kärnten) sorgt ein Zeugenhinweis für Aufregung. Die Polizei reagiert sofort.
Christoph Weichsler
19.03.2026, 11:34
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Nach dem Banküberfall in Ferlach ist der Täter weiterhin auf der Flucht – ein neuer Hinweis ließ die Ermittler jetzt kurz aufhorchen. Am Dienstagnachmittag meldete sich eine Frau bei der Polizei, weil sie glaubte, den gesuchten Mann in einem Zug Richtung Klagenfurt erkannt zu haben.

"Sie hat gesagt, dass sie den Räuber in einem Zug vom Rosental in Richtung Klagenfurt gesehen hat", schildert Polizeisprecher Mario Nemetz. Die Polizei reagierte sofort, leitete Maßnahmen ein und überprüfte den Zug noch vor Ort, um den Verdächtigen womöglich direkt zu schnappen.

Video bringt die Ernüchterung

Parallel dazu wurden auch die Aufnahmen der ÖBB genau ausgewertet, um den Hinweis zu überprüfen und abzusichern. Für einen Moment bestand die Hoffnung, den Täter vielleicht bereits auf frischer Spur zu haben.

Doch dann die klare Entwarnung: "Der Mann war aber nicht in dem Zug", sagt Nemetz. Die vermeintlich heiße Spur entpuppte sich als Irrtum – der Räuber bleibt weiterhin verschwunden.

Rätsel um Aussehen des Täters

Während die Fahndung weiterläuft, beschäftigt die Ermittler vor allem das Erscheinungsbild des Täters. Der Mann wird als rund 1,80 Meter groß, zwischen 30 und 50 Jahre alt und ungepflegt beschrieben, sprach zudem mit Kärntner Dialekt.

Doch ob diese Beschreibung tatsächlich stimmt, ist unklar. "Wir haben bereits mit Maskenbildnern und Visagisten Kontakt", erklärt Nemetz. Es wird geprüft, ob der Täter sein Aussehen bewusst verändert oder sich sogar maskiert hat.

Detail an Mütze im Fokus

Ein kleines Detail sorgt dabei für besonderes Interesse. Auf Bildern ist zu sehen, dass etwas aus der Mütze des Täters hängt – direkt im Bereich des Ohres. "Ob es sich um eine Schnur, ein Kabel oder einen Ohrring handelt, wissen wir nicht", so die Polizei. Genau dieses auffällige Merkmal könnte am Ende entscheidend sein, um den Mann wiederzuerkennen.

Flucht mit zu kleinem Fahrrad

Auch die Flucht selbst wirft Fragen auf. Der Täter war mit einem Mountainbike unterwegs, das eigentlich nicht zu seiner Körpergröße passt.

"Es kann sein, dass das Fahrrad gestohlen wurde, denn es passt nicht zur Statur des Mannes", sagt Nemetz. Die Polizei hofft, dass jemand das Rad erkennt oder Hinweise dazu geben kann. Vielleicht ist es genau das Detail an seiner Mütze, das den Räuber am Ende verrät.

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