Das Ausmaß des Fischsterbens in der Lavant sorgt für Entsetzen. Nach dem Störfall in der Papierfabrik Mondi am 8. März, bei dem Lauge in den Fluss gelangte, dürfte der Schaden weit größer sein als zuerst vermutet, das berichtet der ORF.
Während zunächst noch davon ausgegangen wurde, dass kein großes Fischsterben zu erwarten sei, zeichnet sich nun ein deutlich dramatischeres Bild. Gewässerökologen des Landes haben den Fischbestand erhoben - der Bericht liegt inzwischen vor und dient als Grundlage für mögliche straf- und zivilrechtliche Schritte.
Konkrete Zahlen nennt das Land wegen laufender Verfahren nicht. Klar ist aber: Laut Günther Weichlinger von der zuständigen Abteilung handelt es sich um ein erhebliches Fischsterben.
Besonders drastisch fällt die Einschätzung des Stifts St. Paul aus, das als Fischereiberechtigter betroffen ist. In einer Stellungnahme ist von einem alarmierenden Bild die Rede. Wörtlich spricht man von einem "nachhaltigen Schaden an der Fischfauna", teilweise sogar von "Totalverlust", so der ORF.
Besonders schmerzlich ist der Verlust seltener Arten, die über Jahre in der Lavant aufgebaut wurden. Der Schaden betrifft damit nicht nur einzelne Bestände, sondern die gesamte regionale Biodiversität.
Auch bei Mondi sind die Ergebnisse angekommen. Das Unternehmen betont, eng mit Behörden und Fischereiberechtigten zusammenarbeiten zu wollen, um Ursachen und Auswirkungen zu klären. Zudem will man an der Wiederherstellung des Flusses und des Fischbestandes mitwirken.
Bereits am Freitag soll es ein Treffen mit allen Beteiligten geben. Dabei soll geklärt werden, wie es zu dem Vorfall kam und welche Maßnahmen künftig ähnliche Szenarien verhindern können. Zusätzlich wird eine geplante Umweltinspektion vorgezogen.