Wie "20 Minuten" berichtet, hat Jacques Moretti gegenüber den Ermittlern zugegeben, dass die Tür zum Notausgang von innen verschlossen war. Außerdem räumte er ein, den alten Akustikschaumstoff eigenhändig entfernt und durch Material aus dem Baumarkt ersetzt zu haben.
Laut Aussage von Moretti, der erst nach Ausbruch des Feuers am Unglücksort eingetroffen ist, habe er die Tür von außen geöffnet und mehrere leblose Körper vorgefunden. Warum der Notausgang blockiert war, könne er nicht sagen. Ob das wirklich stimmt, muss nun im laufenden Strafverfahren geklärt werden.
Mehrere Gäste wollten beim Ausbruch des Feuers durch den Notausgang ins Freie flüchten. Doch weil die Tür versperrt war, konnten sie nicht entkommen und starben. Sollte die Staatsanwaltschaft zur Ansicht kommen, dass das Betreiber-Ehepaar Jacques und Jessica Moretti eine Mitschuld an der verriegelten Tür trägt, könnten die gegen sie erhobenen Vorwürfe neu bewertet werden, heißt es weiter.
Kommen die Ermittler zum Schluss, dass das Paar wusste, dass die Tür zu war und damit eine große Gefahr bestand, könnten die Richter auf fahrlässige oder sogar vorsätzliche Tötung erkennen. Dann drohen Jacques und Jessica Moretti bis zu 20 Jahre Haft. Bis zum Abschluss der Ermittlungen gilt aber für beide die Unschuldsvermutung.