Bare-Knuckle! So blutig ist der härteste Fight der Welt

129 Jahre war es verboten, jetzt standen sich wieder Boxer mit den bloßen Fäusten gegenüber. Beim Bare-Knuckle-Turnier in den USA floss viel Blut.
Ab 1889 galt in den USA ein besonderes Verbot: Boxer durften sich nicht mit den bloßen Fäusten im Ring ins Gesicht schlagen. Im Bundesstaat Wyoming ist diese Regel nun Geschichte. Erstmals seit 129 Jahren fand dort ein "Bare-Knuckle"-Turnier statt. Sieht man sich die Bilder an, weiß man, warum eine Handschuhpflicht eingeführt wurde. Doch die Kämpfer scheint das nicht zu stören.

Harte Fights



2.000 Fans pilgerten nach Cheyenne, um zusehen, wie Nasenbeine gebrochen wurden, die Haut aufplatzte, das Blut in Strömen floss. Veranstalter David Feldman, selbst ehemaliger Preisboxer, erhielt in 28 US-Bundesstaaten eine Absage für sein Turnier. In Wyoming erhielt er die Genehmigung. Also standen sich 20 Kämpfer (allesamt erfahrene Boxer, Thai-Boxer oder UFC-Fighter) in zehn Kämpfen gegenüber. Handschuhe waren verboten, nur Knöchelbandagen erlaubt. Geboxt wurde über je fünf Runden, die jeweils drei Minuten dauerten. Die Bilanz: Drei Siege nach Punkten, drei K.o.-Erfolge, vier Mal beendete der Trainer oder der Ring-Arzt den Kampf.

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Großer Held des Abends: Schwergewichtler Joey Beltran, der Tony Lopez im wohl brutalsten Fight der Veranstaltung besiegte. Hatte der Verlierer danach von der Härte im Ring genug? Nein. "Die Knöchel waren doch gar nichts. Ich wollte schon immer ohne Handschuhe kämpfen, hier habe ich endlich die Möglichkeit dazu", meinte Lopez nach dem Kampf. "Ich liebe das einfach." Auch Veranstalter Freeman war zufrieden. "Ich hätte noch mehr Tickets verkaufen können. Die Nachfrage ist gigantisch." (heute.at)

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