Die neue Spritpreisbremse ist da - doch für viele Bauern fühlt sie sich eher wie ein Aprilscherz an. Seit Donnerstag (2. April) soll der Preis um zehn Cent pro Liter sinken. Für die Landwirtschaft ist das laut Kammerpräsident Josef Moosbrugger aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein – berichtet der ORF.
"Da reichen die zehn Cent nicht", stellt er klar. Traktoren und Maschinen verbrauchen große Mengen Diesel, die Kosten seien massiv gestiegen. Für viele Betriebe werde das zunehmend zum Problem.
Moosbrugger fordert deshalb eine deutlich stärkere Unterstützung. Statt zehn Cent brauche es rund 30 Cent Entlastung pro Liter. Der Grund: Österreichs Bauern stehen im Wettbewerb mit anderen Ländern, wo Treibstoff oft günstiger ist.
"Wir konkurrieren mit diesen Produzenten auf den gleichen Märkten", sagt er. Ohne vergleichbare Bedingungen werde es für heimische Betriebe schwierig, mitzuhalten.
Nicht nur beim Sprit gibt es Probleme. Auch Dünger ist deutlich teurer geworden - laut Landwirtschaftskammer um mehr als 20 Prozent. Gleichzeitig gibt es Sorgen um die Versorgung, weil wichtige Transportwege derzeit eingeschränkt sind.
Bleiben die Preise so hoch, könnte sich das bald auch auf Lebensmittel auswirken. "Die Produktion ist massiv teurer geworden", warnt Moosbrugger.
Während die Diskussion läuft, geht die Entwicklung an den Tankstellen weiter nach oben. Zuletzt lag der Dieselpreis bei über 2,20 Euro pro Liter, auch Benzin wurde teurer. Für viele Bauern ist klar: Wenn sich nichts ändert, landet die Teuerung bald direkt auf deinem Teller.