Ernte droht Totalausfall

Bauern warnen: "Dann haben wir ein gewaltiges Problem"

In der Südoststeiermark könnte es in den nächsten Wochen zum Worst Case kommen: Ohne Regen droht vielen Ernten der Totalausfall.
Newsdesk Heute
03.05.2026, 17:26
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Die aktuellen Bedingungen werden von vielen zwar als "Traumwetter" empfunden, doch in Wahrheit sorgt genau das für weitreichende Probleme. Täglich gibt es in Österreich derzeit Waldbrände, die teils tagelang wüten und enorme Flächen verwüsten. Mindestens genau so drastisch sind die Folgen für die Landwirtschaft.

"Dann haben wir ein gewaltiges Problem"

In der Südoststeiermark gab es seit dem Schneefall im Februar keinerlei nennenswerte Niederschläge mehr. "Alle Frühjahrskulturen haben eine stark verzögerte, ungleichmäßige Keimung, und das Auflaufen ist ungleichmäßig. Der Mais, die Bohnen brauchen dringend Wasser. Die Körner der Sojabohnen liegen komplett im Trockenen und haben keinen Anschluss an die Bodenfeuchte", zeigt sich Landwirt Christian Gartner im ORF Steiermark besorgt.

Kein Einzelfall: Einige Futterwiesen für Rinder konnten heuer noch kein einziges Mal gemäht werden. "Der erste Schnitt auf unseren intensiven Flächen waren sicher minus 50 Prozent vor der Erntemenge im Vergleich zu den Vorjahren. Und beim zweiten Schnitt in den kommenden Tagen ist entscheidend, ob Regen kommt oder nicht. Es wird vermutlich 70 bis 80 Prozent Ausfall geben. Wenn es so trocken weitergeht, wird uns der Mais auch ausfallen, und dann haben wir ein gewaltiges Problem“, sagte Klaus Teschl, Milchbauer bei Fehring.

"Entscheidende Phase"

Ähnlich sei die Lage beim Getreide. Wenn es innerhalb der nächsten Woche nicht kräftig regne, werde das nicht einmal mehr als Futtermittel zu gebrauchen sein, geschweige denn der Mehlproduktion. "Jetzt ist die ganz entscheidende Phase. In der Schoßphase braucht der Weizen ganz dringend Wasser. Das ist wirklich ausschlaggebend, wird es jetzt Qualitätsweizen oder nur Futterweizen", so Gartner.

Besonders bitter: Noch so viel Vorsorge und Anpassung hilft nichts, wenn der Regen nicht kommt. "Wir können alles richtig machen bei der Saatgutwahl, bei der Bodenbearbeitung, bei unseren Maßnahmen für den Humusaufbau, bei der Saatbeetbereitung. Aber wenn von oben kein Regen hereinkommt, ist das alles umsonst", erläutert Franz Uller, Landwirtschaftskammerobmann Südoststeiermark, im ORF.

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