Ein Betrugsverfahren der besonderen Art wurde am Amtsgericht im oberbayerischen Laufen verhandelt. Ein Mann aus Traunstein musste sich vor Gericht verantworten.
Laut Staatsanwaltschaft hatte er einer obdachlosen, alkohol- und drogenabhängigen Frau 5000 Euro für sexuelle Dienstleistungen versprochen. Tatsächlich bezahlt habe er aber nur 20 Euro.
Wie tag24.de berichtet, hatte der Angeklagte die Frau im März 2025 vom Salzburger Bahnhof abgeholt und in sein Elternhaus gefahren. Dort hatte er in einem ehemaligen Stall ein Zimmer für BDSM-Praktiken eingerichtet.
Bei einer Hausdurchsuchung stieß die Polizei auf einen sogenannten Sklavenvertrag, der von beiden unterschrieben worden war. Zwölf Stunden sollen die beiden miteinander verbracht haben.
Dabei ging es laut Polizei auch darum, dass sich die Frau in Frischhaltefolie einwickeln lässt. Nach der gemeinsam verbrachten Nacht brachte er sie zurück zum Bahnhof – und gab ihr lediglich 20 Euro.
Der Angeklagte äußerte sich vor Gericht nicht zu den Vorwürfen. Auch die Frau, die als Zeugin geladen war, erschien nicht zum Termin. Das Gericht konnte die Vorwürfe daher nicht aufklären.
Das Verfahren wurde schließlich gegen eine Geldauflage eingestellt. Der Angeklagte muss nun 1.000 Euro an den Kinderschutzbund zahlen.